Chinaknaller zündet am 22.10.20 - jetzt Kursfeuerwerk sichern!
30.08.2019 Lars Friedrich

Alibaba hängt Wirecard klar ab – freuen können sich beide

-%
Alibaba

Alibaba hat eine begehrte Einstufung erhalten, die Wirecard verwehrt geblieben ist. Trotzdem können beide Unternehmen zufrieden mit der Einschätzung durch externe Experten sein. Für den deutschen Zahlungsdienstleister ist das Ergebnis womöglich sogar bemerkenswerter als für den chinesischen E-Commerce-Riesen.

Wirecard hat von der Ratingagentur Moody’s ein Baa3-Einstufung erhalten (zum Bericht und der Rating-Tabelle). Für Alibaba wurde hingegen das fünf Stufen höhere A1-Rating bestätigt.

Grund für Moody’s positive Einschätzung ist Alibabas Position als Marktführer in China, der dauerhaft solide Cash-Flow und ein starkes finanzielles Profil.

„Wir erwarten, dass Alibaba seine Geschäfte weiter auf umsichtige Art ausbauen wird“, sagte Lina Choi, Senior Vice President bei Moody’s. Für die kommenden zwölf Monate gehe Moody's von 30 bis 35 Prozent Umsatzanstieg bei Alibaba aus.

Alibaba (WKN: A117ME)

Die positive Einschätzung ist keine Überraschung. Selbstverständlich ist Alibaba in Sachen Größe und Finanzausstattung eine andere Nummer als Wirecard. Insofern sind unterschiedliche Bewertungen der Kreditwürdigkeit völlig normal. Immerhin wird Wirecard auch als „Investment Grade“ eingestuft – und kann somit eigene Unternehmensanleihen besser vermarkten. Für Alibaba ist die Angelegenheit hingegen eine reine Routinesache. Zumal die jüngsten Zahlen die ohnehin hohen Erwartungen übertroffen hatten.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Alibaba, Wirecard.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6