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Alarmzeichen für den Kryptomarkt: Bitcoin vor schwächster Woche seit Monaten

Alarmzeichen für den Kryptomarkt: Bitcoin vor schwächster Woche seit Monaten
Foto: Chidori_B/Shutterstock
Bitcoin - United States Dollar -%
Marion Schlegel Heute, 07:40 Marion Schlegel

Der Bitcoin ist mit deutlichen Verlusten in den Juni gestartet. In der laufenden Woche büßte die bekannteste Kryptowährung kräftig ein und steuert damit auf die schwächste Wochenbilanz seit Februar zu. Hintergrund ist vor allem der Verlust der aktuell tragenden Marktgeschichte: Während Anleger verstärkt auf andere Anlageklassen setzen, fehlt dem Kryptomarkt derzeit ein überzeugender neuer Impuls.

•    Bitcoin startet mit deutlichen Verlusten in den Juni und steuert auf die schwächste Wochenperformance seit Februar zu.
•    Belastend wirken anhaltende Abflüsse aus Bitcoin-ETFs.
•    Für Verunsicherung sorgte Strategy: Das Unternehmen von Michael Saylor verkaufte zuletzt Bitcoin, was eine Welle von Long-Liquidationen auslöste.

Besonders belastend wirken die anhaltenden Mittelabflüsse aus Bitcoin-ETFs. Die Produkte verzeichneten zuletzt 13 Handelstage in Folge Nettoabflüsse – ein Negativrekord. Das verwaltete Vermögen der Fonds schrumpfte dabei innerhalb weniger Wochen von 107,8 auf 82,8 Milliarden Dollar. Marktbeobachter sehen die ETF-Zuflüsse als einen der wichtigsten Kurstreiber für Bitcoin und damit als zentralen Gradmesser für die Nachfrage institutioneller Investoren.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Auch auf regulatorischer Seite fehlen positive Signale. Die Hoffnungen auf eine zeitnahe Verabschiedung des sogenannten Clarity Acts, der für mehr Rechtssicherheit im Kryptomarkt sorgen soll, haben einen Dämpfer erhalten. Politische Prioritäten haben sich verschoben, zudem herrscht weiterhin Uneinigkeit über zentrale Inhalte des Gesetzes.

Für zusätzlichen Druck sorgte in dieser Woche die überraschende Meldung von Michael Saylors Unternehmen Strategy. Der Konzern verkaufte erstmals seit 2022 wieder Bitcoin und trennte sich von 32 Coins im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar. Zwar entsprach dies nur einem verschwindend geringen Teil der Bestände, dennoch erschütterte der Schritt das Vertrauen vieler Anleger. Schließlich galt Saylor bislang als Verfechter der Devise, Bitcoin niemals zu verkaufen. In der Folge setzte eine Welle von Long-Liquidationen ein.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Bitcoin findet aktuell keine klare Rolle. Weder profitiert die Kryptowährung von geopolitischen Unsicherheiten wie ein digitales Gold, noch überzeugt sie als Inflationsschutz oder als besonders dynamischer Technologie-Trade. Währenddessen fließt Kapital verstärkt in andere Wachstumssegmente.

Am Freitagmorgen ist der Bitcoin zeitweise wieder unter die Marke von 63.000 Dollar gerutscht, zuletzt konnte er sich wieder etwas stabilisieren. Derzeit kostet ein Bitcoin 63.466 Dollar. Der Kryptomarkt befindet sich in einer schwierigen Phase. Die Kombination aus geopolitischen Risiken und einer institutionellen Verkaufswelle lastet schwer auf den Kursen. Im Blickfeld bleibt nun die wichtige Unterstützungszone im Bereich von 60.000 Dollar.

FAQs

Was ist der Bitcoin?
Bitcoin ist eine virtuelle Währung, die auf Grundlage von Blockchain-Technologie dezentral von einem offenen Peer-to-Peer-Netzwerk im Internet erzeugt und verwaltet wird. Bitcoin-Transaktionen werden anhand sicherer kryptographischer Verfahren autorisiert und von einer großen Anzahl von Netzwerk-Teilnehmern verifiziert.

Kann die Politik Bitcoin komplett verbieten?
Das Schreckgespenst eines Totalverbots ist de facto vom Tisch. Zwar versuchen einzelne Staaten immer wieder, den Handel oder das Mining einzuschränken, doch das dezentrale Netzwerk lässt sich nicht einfach per Dekret abschalten.

Müssen Kursgewinne mit Kryptowährungen versteuert werden?

Grundsätzlich ist es so, dass Gewinne aus dem privaten Handel mit Kryptowährungen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz voll steuerpflichtig sind, wenn zwischen dem Kauf und dem Verkauf weniger als ein Jahr liegt. Es handelt sich dann um ein sogenanntes "Privates Veräußerungsgeschäft" nach § 23 Einkommensteuergesetz. Umgekehrt sind Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen zu 100% steuerfrei, wenn zwischen dem Kauf und dem Verkauf mehr als ein Jahr liegt.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

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Gerd Weger ist seit den 1980ern erfolgreich an den Märkten aktiv und vielen Börsianern als Kolumnist der €uro am Sonntag oder als Betreiber seines legendären „Millionen­depots“ bekannt. Im Jahr 2017 hat er seinen Fokus von Aktien auf Kryptowährungen verlagert und legt nun ein Standardwerk vor: Der Schwerpunkt liegt auf den Bewertungsfaktoren von Bitcoin und Co. Die im Ver­gleich zu Aktien völlig anderen Ansätze zur Fundamentalanalyse werden in dem Buch systematisch dargestellt. Wichtig sind auch die Überlegungen für eine Steueroptimierung. Für aufgeklärte Investoren und Trader ist all dies unerlässlich für einen nachhaltigen Anlageerfolg mit Kryptowährungen. 

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