Anleger-Lieblinge im Check - was taugen sie?
04.03.2020 Florian Söllner

Alarmzeichen: Diese Tesla-Model-3-Grafik ist eine Blamage für Volkswagen und Daimler – so kämpft sich BMW jetzt zurück

-%
Tesla

Ein Blick auf die Charts zeigt, welcher Autobauer das Jahr 2019 für sich entschieden hat: Tesla. Der Erfolg hat einen Namen: Das 2016 vorgestellte Model 3 ist schneller, cooler und zumindest beim Absatz erfolgreicher als die alten, mutlosen Verbrennermodelle. InsideEVs.com schätzt, dass Tesla mit knapp 160.000 verkauften Autos in den USA die einstigen Flaggschiffmodelle von BMW und Daimler, den 3er (48.000) und die C-Klasse (49.000) überholt hat.

Ein Schlag ins Gesicht auch die neue Bloomberg-Grafik zu den Verkäufen im Heimatmarkt Europa. Das Tesla Model 3 zeigt den alten Autobauern, wie man im großen Stil Elektroautos verkauft.

Tesla (WKN: A1CX3T)

2020: Model Y vs. ID 4

2019 geht an Tesla. Doch Deutschlands wichtigste Branche hat den Ernst der Lage erkannt. Der Model-Y-Jäger Volkswagen ID.4 soll überraschend noch dieses Jahr weltweit an den Start gehen. Und auch BMW hat gestern mit dem i4 endlich einen knackigen Konkurrenten für das Model 3 vorgestellt. Der i4 hat 530 PS und eine WLTP-Reichweite von 600 Kilometern. Die ersten Reaktionen im Netz sind vielfältig – hart kritisiert wird die Front, die als „Goofy- und Hamster-Zähne“ oder „Hitler-Bärtchen“ wahrgenommen wird. Doch das Gros der potentiellen Kunden ist unterm Strich begeistert vom futuristischen und dynamischen Design der Münchner – die jetzt nur noch über einen zu hoch angesetzten Preis einen Verkaufserfolg ab 2021 verhindern können.

Was Kunden freut, lässt jedoch bei dem ein oder andere Automanager Sorgenfalten auf der Stirn entstehen: Während immer mehr Elektroauto-Modelle in den Markt drängen, kühlt sich die Nachfrage derzeit in einigen Kernmärkten spürbar ab. In Norwegen und den Niederlanden hat etwa Tesla zum Jahresbeginn zwischen 70 und 90 Prozent weniger Autos verkaufen können.

Die aktuelle Einschätzung zu BMW, Tesla und dem DAX sehen Sie im neuen AKTIONÄR TV:

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Fi¬nanz¬instrumente oder hierauf bezogene De¬rivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla