28.08.2019 Michael Schröder

AKTIONÄR Top-Tipp Sixt: Investitionen tragen Früchte – UBS erwartet höhere Umsatzprognose

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Sixt
Trendthema

Sixt entwickelt sein Geschäftsmodell konsequent weiter und wandelt sich dabei zunehmend zu einem High-Tech-Unternehmen mit angeschlossener Autovermietung. Die Schweizer Investmentbank UBS bescheinigt dem Konzern gute Wachstumsaussichten und eine attraktive Bewertung – und rät, die Stammaktien des Konzerns zu kaufen. Die Begründung ist schlüssig. DER AKTIONÄR teilt die positive Einschätzung.

Die UBS hat den jüngsten Kursrücksetzer bei Sixt zum Anlass genommen, die Stammaktie auf ihre Kaufliste zu setzen. In einer Studie hob Analystin Sabrina Reeh ihre Empfehlung auf "Buy", zuvor hatte ihr Votum noch "Hold" gelautet. Nachdem das Papier 15 Prozent seit Juli verloren hat, sei es inzwischen gleichermaßen attraktiv wie die nicht mit Stimmrechten ausgestatteten Vorzugsaktien, so die Expertin. Ihr Kursziel geht allerdings von 104 auf 101 Euro zurück.

Ihr neues Votum macht sie an den Perspektiven des Mobilitätsdienstleisters fest – die sind laut Analystin bestens und würden am Markt derzeit noch unterschätzt: Im laufenden Jahr dürfte Sixt vier Mal so stark zulegen wie der Markt für Autovermietungen, und langfristig dürfte das Unternehmen immerhin die Konkurrenz noch um mehr als den Faktor Zwei überflügeln, ist sich Reeh sicher.

Schließlich würden die Investitionen der Pullacher langsam Früchte tragen. So hätten sich die Downloads der neuen Mobilitäts-App stark erhöht, über die Kunden nicht nur Autos mieten, sondern auch an Sixts Carsharing-Angebot teilnehmen oder ein Taxi bestellen können.

Deshalb rechnet die Expertin auch damit, dass Sixt trotz aktueller makroökonomischer Unsicherheit seine Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr aufstockt – und zwar auf zehn bis fünfzehn Prozent Wachstum. Aktuell rechnet der Vorstand noch mit einem Plus von fünf bis zehn Prozent. Die Analystin hob ihre eigenen Umsatzprognosen sogar bis zum Jahr 2021 an, im Schnitt um zwei Prozent.

Das erwartete langfristige Wachstum bei Sixt käme allerdings nicht von ungefähr. Reeh geht in ihrem Szenario davon aus, dass der Konzern seine Investitionen in sein Mobilitätsangebot und die Expansion seiner Verleihstationen weiter erhöhen muss. Dafür sei es die richtige Zeit, wenn sich der Konzern gegen die wachsende und zunehmend neu in den Markt kommende Konkurrenz wappnen wolle.

Da höhere Investitionen wiederum auf das Vorsteuerergebnis drücken, kürzte sie ihre entsprechenden Annahmen im Schnitt um drei Prozent. Dies sei auch der Grund, weshalb ihr Kursziel leicht sinkt.

Sixt (WKN: 723132)

DER AKTIONÄR kommt zu einem ähnlichen Fazit: Mit der Zusammenführung der klassischen Autovermietung sowie dem modernen Carsharing- und dem Fahrdienst-Geschäft fährt Sixt einmal mehr als Innovationsführer vorne weg. Diese voranschreitende Digitalisierung und die laufende Internationalisierung werden zwar weitere Investitionen erfordern, auf Sicht allerdings auch für kräftige Wachstumsimpulse sorgen – und die Aktie nachhaltig in dreistellige Kursregionen führen.

DER AKTIONÄR spekuliert in seinem AKTIEN-Musterdepot und im Real-Depot daher weiter auf steigende Kurse.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.