03.04.2020 Michael Schröder

AKTIONÄR Hot-Stock LPKF Laser: 20-Jahreshoch, Corona-Crash, 78%-Rallye – was kommt jetzt?

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LPKF Laser & Electronics

Die Aktie von LPKF Laser zählte im abgelaufenen Jahr zu den absoluten Highflyern unter den heimischen Nebenwerte. Die imposante Rallye endete die erst Mitte Februar 2020 auf einem 20-Jahreshoch bei 25,70 Euro. Im Rahmen des Corona-Crash fiel der Kurs innerhalb von vier Wochen rund 60 Prozent auf Tief bei 10,20 Euro zurück. Mit den bestätigten Mittelfristprognosen startete eine Gegenbewegung, während der sich die Aktie um mehr knapp 78 Prozent erholen konnte.

Wie schon der Kursverlauf bis Mitte Februar vermuten ließ, blickt der LPKF auf ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 140 Millionen Euro. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn von acht auf 13 Millionen Euro. Folge: Erstmals seit vier Jahren soll mit 0,10 Euro je Aktie auch wieder eine Dividende ausgeschüttet werden.

Der Ausblick des Unternehmens, das Lasersysteme für die Herstellung von Leiterplatten, Mikrochips, Automobilteilen und weiteren Komponenten anbietet ist wegen der Coronaviruspandemie schwierig: "Für den Fall einer ausgeprägteren Rezession muss LPKF für 2020 mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang rechnen", gibt der Vorstand Götz Bendele unumwunden zu. Zudem bleibe im laufenden Jahrt, ganz unabhängig von den aktuellen Entwicklungen außerhalb unserer Kontrolle, viel zu tun, so der Firmenlenker.

Mittelfristig bleiben die Aussichten unverändert gut: "Für die folgenden Jahre erwartet das Unternehmen weiterhin ein nachhaltiges, profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen”, sagt der Vorstand. “Dazu kommen zusätzliche Wachstumsimpulse aus der innovativen LIDE-Technologie, deren Umsatz- und Ergebnispotenzial vor Kurzem auf Basis des erreichten Fortschritts bei Kundenprojekten im Bereich LIDE überprüft und aktuell eingeschätzt wurde."

LPKF Laser & Electronics (WKN: 645000)

Die Aktie konnte sich nach der Vorlage von Zahlen und Ausblick vom ersten Corona-Schock sehr dynamisch erholen. Das Verlaufshoch lag diese Woche bei 18,15 Euro – also rund 78 Prozent über dem Tief vom 19. März. Nach der massiven Gegenbewegung ist die Aktie in den Kosolidierungsmodus gewechselt.

Kurzfristig dürfte die Volatilität weiter hoch bleiben. Mittelfristig sollten sich bei der Aktie die guten Aussichten durchsetzen und für eine Fortsetzung der Gegenbewegung sorgen. Passend dazu haben die Analysten von Warburg Research ihr Kursziel zuletzt von 36 auf 38 Euro hochgesetzt. Erste institutionelle Investoren nutzen das aktuele Niveau zum Auf- oder Ausbau einer Position.