Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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25.06.2021 Michael Schröder

AKTIONÄR-Hot-Stock GK Software: Margenexpansion lässt Kasse klingeln – darum geht die Rallye weiter!

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GK Software

Biep! Biep! Biep! Jeder kennt das recht eintönige Geräusch einer Kasse beim Einscannen der ausgewählten Produkte. Doch nur die wenigsten wissen, was dahintersteckt: verdammt viel innovative Technologie – und IT-Lösungen von GK Software. Das Angebot des „Software-Partners des Einzelhandels“ sichert weltweit Tag für Tag die geschäftskritischen Prozesse in den Filialen und Zentralen von Aldi, Edeka, Fressnapf, Hornbach und Co. „Wir liefern innovative und flexible Einzelhandelslösungen, um unsere Kunden in die Lage zu versetzen, erfolgreich im Wettbewerb zu agieren“, lautet das Motto der Gesellschaft mit Hauptsitz in Schöneck im Vogtland.

Der hohe Investitionsbedarf des sich stets im Wandel befindlichen Einzelhandels und neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Cloud oder Blockchain spielen der Gesellschaft in die Karten – zumal die Coronakrise als Beschleuniger für die Digitalisierung in der Branche gilt. Die Gesellschaft ist seit dem Börsengang 2008 sowohl organisch als auch durch Akquisitionen um mehr als 900 Prozent gewachsen. Es spricht einiges dafür, dass die 1.000-Prozent-Schwelle schon bald nachhaltig überschritten wird. Besonders interessant: 20 Prozent der Umsätze sind bereits wiederkehrend. Knapp 60 Prozent gehören in die Kategorie „wiederholbare Umsätze“. Fast alle Erlöse stehen in direktem Zusammenhang mit dem Kerngeschäft, das 2020 als Cloud4retail-Plattform neu positioniert worden ist.

Lukrativer Wandel

In den ersten drei Monaten 2021 hat das Unternehmen den Umsatz von 29 Millionen auf knapp 30,5 Millionen Euro gesteigert. Das EBITDA kletterte von 3,26 Millionen auf 5,13 Millionen Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 1,06 Millionen auf 3,2 Millionen Euro. „Es gibt aus unserer Sicht keine Gründe, daran zu zweifeln, dass wir die positive Tendenz des letzten Jahres auch 2021 fortschreiben können“, so Finanzvorstand André Hergert gegenüber dem AKTIONÄR. Im abgelaufenen Jahr hat GK Software trotz coronabedingt reduzierter Investitionsbudgets der Kunden den Umsatz um knapp zwei Prozent auf 117,6 Millionen Euro erhöht und das EBIT auf 10,5 Millionen Euro sogar fast verdreifacht. „Dazu kommen außerdem rund 50 Millionen Euro Cloudumsätze, die erst in den Folgejahren realisiert werden, die wir früher als klassische On-Premises-Umsätze betraglich mindestens teilweise im Umsatz gesehen hätten“, ergänzt der Finanzchef. Zur Erklärung: Immer mehr Kunden beziehen die Software aus der Cloud. Im Vergleich zum klassischen Vorab-Lizenzmodell (On­Premises) werden dafür in der Einführungsphase geringere Umsätze für die gleiche Leistung ausgewiesen. Auf der anderen Seite bringen die cloudbasierten Software-as-a-Service (SaaS)-Umsätze mittelfristig eine deutlich höhere Marge – und sorgen für eine verbesserte Visibilität.

Neue Prognose

Vor diesen Hintergrund hat GK Software vor Kurzem auch eine Mittelfristprognose präsentiert: Bis 2023 sollen die Umsätze Richtung 160 und 175 Millionen Euro steigen. „Bezüglich der EBIT-Marge gibt es von uns die klare Aussage, dass wir an dem Ziel von 15 Prozent zum Ende der Mittelfristprognose 2023 festhalten“, so Hergert. „Bis dahin werden wir uns dem weiter annähern.“

Spannende Tochter

In Sachen margenstarker SaaS-Angebote hat GK Software noch einige Pfeile im Köcher: Mit der Deutsche Fiskal GmbH nennt die Gesellschaft einen potenziellen Wachstumstreiber sein Eigen. Die Tochter ist auf Cloudlösungen für die rechtskonforme Umsetzung der Anforderungen der deutschen Steuerbehörden an manipulationssichere Kassensysteme (Fiskalisierung) spezialisiert. Regulatorische Hindernisse haben die Einführung zwar verzögert. Doch seit Anfang April läuft das System. „Wir haben bislang mehr als zwei Milliarden Transaktionen in Echtzeit erzeugt und ausgeliefert. An Spitzentagen sprechen wir dabei von bis zu 80 Millionen Transaktionen“, so Hergert. „Das zeigt deutlich, dass die Deutsche Fiskal die Erwartungen, die wir und der Markt an sie hatten, erfüllt.“ Besonders interessant: Das Produkt gilt mit EBITDA-Margen von über 50 Prozent in Finanzkreisen als besonders lukrativ.

Am Puls der Zeit

Zudem dürfte die Big-Data-Lösung GK SPOT (Single Point of Truth) bald an den Start gehen. „Dahinter steht der Grundgedanke, all die unterschiedlichen Daten und Auswertungstools in einem großen Cloudsystem zusammenzufassen und dem Handel damit neue Möglichkeiten der Interaktion, der Analyse und der Kostensenkung zu bieten“, erklärt Hergert. „Die Skalierungsmöglichkeiten der Cloud überwinden dabei herkömmliche Limitierungen sowohl in Bezug auf Technik und auf Speicher als auch in Bezug auf Geschwindigkeit.“ Der Vorstand geht davon aus, dass diese Lösung ein wichtiger Bestandteil der Cloud4retail-Plattform werden kann. Auch der Zeitplan steht: „Wir erwarten, die erste Version noch in diesem Jahr testen zu können und möglicherweise zum Ende unseres Prognosezeitraums 2023 bereits signifikante Beiträge aus diesem Geschäft zu erzielen.“ DER AKTIONÄR hält dann bereits jährliche Umsätze von mehr als 25 Millionen Euro für durchaus realistisch.

Gezielte Expansion

Aber auch die weitere Internationalisierung sorgt für Fantasie. Zuletzt wurden die Aktivitäten in den USA erfolgreich hochgefahren. „Wir sind mit dem US-Geschäft in der Tat sehr zufrieden und sehen mehr und mehr, dass sich unsere Investitionen hier gelohnt haben. Der US-Markt ist der größte Einzelhandelsmarkt mit den größten Retailern weltweit“, so Hergert. „Aber natürlich sind wir, vor allem mit unserem Partner SAP, global unterwegs und vergrößern unseren Fußabdruck auch in anderen Regionen kontinuierlich.“ Nachdem erste Schritte in Mittel- und Südamerika unternommen wurden, schaut die Gesellschaft insbesondere nach Südostasien. „Um in diesem bevölkerungsreichsten, aber auch sehr fragmentierten Markt erfolgreich sein zu können, werden wir uns sicher fokussieren und gegebenenfalls auch verstärken müssen. Wir sind hier in der Sondierungsphase, um die nächsten Schritte auf die richtige Art und Weise zu gehen“, gibt der Finanzchef die Richtung vor. Apropos SAP: Der DAX-Konzern listet fast die gesamte Palette der GK-Lösungen im eigenen Produktangebot. Branchenkenner schätzen, dass bis zu 60 Prozent der Lizenzumsätze von den Walldorfern kommen. Entsprechend zuversichtlich zeigt sich Hergert für die kommenden Jahre: „Unser Anspruch ist, weltweit führend und bei den großen Händlern auf allen Kontinenten als wichtiger Player auf dem Zettel zu sein, wenn richtungsweisende IT-Entscheidungen gefällt werden. Wenn uns das gelingt, werden wir unsere Wachstumsgeschichte weiter fortsetzen und natürlich auch unseren Aktionären Freude machen.“

GK Software (WKN: 757142)

Die Aussichten könnten besser kaum sein. Als „Software-Partner des Einzelhandels“ profitiert GK Software mit seinen innovativen Produkten vom hohen Investitionsbedarf der Branche. Die Gesellschaft überzeugt dabei mit einer top Marktstellung, einem modernen Produktportfolio, einer soliden Bilanz, einer hohen Wachstumsdynamik und einer steigenden Profitabilität. Mit der GK-Aktie im Depot dürfte es in Zukunft in der eigenen Kasse klingeln – Biep! Biep! Biep!

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