22.02.2017 Werner Sperber

Aixtron: Es bleibt schwierig; vor den Zahlen

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Die Chinesen haben Aixtron nicht kaufen dürfen, weil die US-Amerikaner ihre Sicherheit dadurch bedroht gesehen hätten. Daraufhin sackte der Aktienkurs deutlich ab, denn die Geschäfte laufen schon seit langem schlecht. Nun klagen Aktionäre gegen das Bundeswirtschaftsministerium auf Schadenersatz. Sie begründen: Die Übernahme sei wegen des Widerrufs der Genehmigung durch das Ministerium gescheitert.

Bei gut drei Euro hat sich die Notierung jedoch gefangen und ist jüngst wieder gestiegen, weil die Aktien nach der gescheiterten Übernahme durch Grand Chip Investment (GCI) wieder zu 99,95 Prozent im Streubesitzt sind und Aixtron deshalb zum 20. März in den TecDAX zurückkehren dürfte. Fonds, welche diesen Technologie-Index nachbilden, müssen dann auch wieder Anteile von Aixtron kaufen.

Dieser Wieder-Aufstieg ist das Beste, was über den Maschinenbau-Konzern zu sagen ist, denn der Umsatz bleibt zu niedrig, auch wenn die Auftragszahlen zum 30. September 2016 auf ein wenigstens diesbezüglich besseres viertes Quartal schließen lassen. Neben den verzögerten Aufträgen für die Maschinen für die Chipindustrie belasten auch der Preisdruck und die hohe Kosten für die Entwicklung.

Der Vorstand ist mit Einschränkungen etwas zuversichtlicher für die Zukunft. Für das abgelaufene Jahr soll der Umsatz 180 bis 200 Millionen Euro betragen. Die genauen Zahlen sollen am Donnerstag, 23. Februar, vorgelegt werden. Die Analysten zweifeln: Ihren Schätzungen zufolge sollen die Erlöse um 5,4 Prozent auf 187 Millionen Euro nachgegeben haben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) jedoch soll sich um 17 Prozent auf minus 13,6 Millionen Euro verbessert haben und das Ergebnis je Aktie von minus 0,26 auf minus 0,22 Euro.

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