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Airbus-Konkurrent Boeing: Historischer Einbruch – und jetzt?

Airbus-Konkurrent Boeing: Historischer Einbruch – und jetzt?
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Marion Schlegel 15.01.2020, 08:26 Marion Schlegel

Die nach zwei verheerenden Abstürzen weltweit mit Flugverboten belegte Baureihe 737 Max hat dem US-Luftfahrtriesen Boeing 2019 starke Geschäftseinbußen eingebrockt. Erstmals seit Jahrzehnten sanken die Aufträge in der Verkehrsflugzeugsparte sogar, wie der Airbus -Kontrahent am Dienstag in Chicago mitteilte.

Boeing verliert nach 737 Max-Debakel Bestellungen, Konkurrent Airbus profitiert.
Quelle: Shutterstock

Unterm Strich büßte Boeing im Gesamtjahr 87 Bestellungen ein, weil es mehr Stornierungen als neue Aufträge gab. Das Unternehmen konnte nicht auf Anhieb Auskunft geben, ob und wann es zuvor schon mal eine negative Jahresbilanz gab. "Dies ist in den vergangenen 30 Jahren definitiv nicht vorgekommen", sagte ein Sprecher dem US-Sender CNBC.

Nach zwei Abstürzen des bis dahin gefragtesten Modelltyps 737 Max in Indonesien und Äthiopien, bei denen innerhalb weniger Monate insgesamt 346 Menschen starben, darf Boeings Bestseller seit Mitte März 2019 nicht mehr abheben. Die Auslieferungen brachen deshalb drastisch ein, im gesamten Jahr wurden nur 380 Verkehrsflugzeuge an die Kundschaft gebracht – über 50 Prozent weniger als im Vorjahr.

Boeing (WKN: 850471)

Erzrivale Airbus profitiert von Boeings Schwäche. Mit 768 neuen Aufträgen und 863 ausgelieferten Verkehrsfliegern übernahmen die Europäer 2019 die Weltmarktführerschaft vom US-Konkurrenten. Boeing steckt wegen des 737-Max-Debakels tief in der Krise. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürfen, ist unklar. Wegen der großen Ungewissheit um eine Wiederzulassung musste die Produktion gestoppt werden. Boeing-Chef Dennis Muilenburg wurde im Dezember gefeuert.

Airbus (WKN: 938914)

Die Aktie von Boeing ist stark angeschlagen. Mittlerweile ist allerdings viel Negatives im Kurs eingepreist. Ganz anders sieht das Bild beim europäischen Konkurrenten Airbus aus. Die Aktie notiert nur noch ganz knapp unter ihrem im November vergangenen Jahres markierten Allzeithoch von 137,42 Euro. Gelingt der Sprung darüber, würde dies ein neues Kaufsignal für die Aktie bedeuten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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