8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
28.01.2015 Werner Sperber

Adidas: Hurra, ein Blutbad; Börsenwelt Presseschau II

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DAX

Die Experten der Prior Börse verweisen auf den Kursrutsch der Aktie von Adidas innerhalb des vergangenen Jahres. "Bombiger 30%-Rabatt! Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Wir halten den Sportartikelhersteller für spottbillig. Vorstandschef Herbert Hainer kaufte 5 Millionen Aktien zurück. Er zahlte einen Durchschnittskurs von etwa 61 Euro. Folgen Sie ihm! Greifen Sie zu! Bedenken Sie: Wer zuschlägt, sollte mindestens ein paar Jahre Geduld haben." Der auf Sportartikel spezialisierte Konzern hat netto kaum Schulden und das KUV beträgt nur 0,9, während der Weltmarktführer Nike mit einem KUV von 2,8 an der Börse bewertet ist. "Folglich sind die Amis um ein Zigfaches teuer. Zugegeben, Nike liefert deutlich höhere Margen. Trotzdem ist der Unterschied übertrieben." Adidas leidet unter einem schwachen Russischen Rubel, der schwachen Nachfrage in Russland und Osteuropa und der schwachen Nachfrage nach Golf-Artikeln in Nordamerika. Zudem verschätzte sich Hainer bei den Ausgaben für Werbung zur Fußball-WM der Senioren in Brasilien im vergangenen Jahr. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr 2014 nur leicht und der Gewinn brach ein. "Mittel- bis langfristig wird es wieder aufwärts gehen. Solche Krisen bei Markenanbietern bieten im Rückblick oftmals herrliche Einstiegschancen." Grundsätzlich läuft das Geschäft mit den Kernmarken Adidas und Reebook. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres 2014 stieg der Umsatz prozentual zweistellig in Westeuropa, den europäischen Schwellenländern, der Volksrepublik China und Lateinamerika. Hainer sagte, nun blicken wir mit Freude auf das neue Jahr, in dem wir in unser künftiges Wachstum investieren und unsere langfristige Strategie vorstellen werden. Die Investitionen in Nachfrage schwachen Ländern würden gesenkt, die schwache Golf-Sparte "stabilisiert", die Ausgaben für die Werbung und der Vertrieb geprüft, die Werbeausgaben für die Kernmarken und in den USA erhöht sowie der Umsatz gegen Währungsschwankungen abgesichert.

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