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07.03.2016 Andreas Deutsch

Commerzbank: So reagiert die Börse auf den Vorstandswechsel

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Commerzbank

Von einem Martin zum anderen - die Commerzbank setzt mit ihrer Entscheidung über die Konzernspitze auf Bewährtes. Ist das positiv?


Martin Zielke steht als künftiger Chef von Deutschlands zweitgrößtem Kreditinstitut vor allem für Kontinuität. Der Aufsichtsrat setzt damit ein Zeichen, dass die Bank an ihrem zuletzt erfolgreichen Kurs festhalten will.

Dass das Institut nach Jahren der Krise inzwischen wieder im Aufwärtstrend ist, wird gerade auch Zielke zugeschrieben, der das lange enttäuschende Privatkundengeschäft wieder auf Vordermann gebracht hat. Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller lobt Zielkes "breite und langjährige Erfahrung im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie im Finanzbereich".

2015 verbuchte die Bank erstmals seit fünf Jahren wieder einen Milliardenüberschuss. Zum ersten Mal seit Blessings Aufstieg zum Konzernchef 2008 wird die Bank ihren Aktionären wieder eine Dividende ausschütten. "Das ist dann, glaube ich, ein geeigneter Zeitpunkt für einen Führungswechsel."

Die Commerzbank sei nun wieder ein ganz normales Geldhaus, meint Blessing. Freilich ist der Bund mit einem Anteil von gut 15 Prozent immer noch größter Aktionäre des Instituts.

Mit Zielke bleibt bei der Commerzbank alles beim Altbewährten. Zielke muss nun beweisen, dass er den Aufwärtstrend fortsetzen kann. Und es bleibt auch noch eine ganze Menge zu verbessern. So gelten etwa die Kosten im Vergleich zum Ertrag weiterhin als zu hoch. Auch bei der Rendite wird die Commerzbank ihren Ansprüchen noch nicht gerecht.

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