GRÜNHEIDE (dpa-AFX) - Nach monatelangen Arbeiten soll am Wochenende der neue Bahnhof in Fangschleuse in unmittelbarer Nähe zum Tesla
Bahnhof wurde versetzt
Der neue Bahnhof befindet sich rund zwei Kilometer westlich vom alten Bahnhof Fangschleuse und somit deutlich näher am Werk. Ob es sich bei dem erwarteten Verkehr "um Beschäftigte von Tesla handelt, kann die Deutsche Bahn nicht sagen", sagte der Bahnsprecher. Die Dimensionierung der neuen Station sei "in Abstimmung mit dem Land Brandenburg als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr erfolgt".
Sicher sei Tesla einer dieser Faktoren. "In diese Entscheidungsfindung sind alle erkennbaren Entwicklungen im örtlichen Umfeld eingeflossen", so der Sprecher. Die bisherige und nun geschlossene "alte" Station sei in der Vergangenheit während der Hauptverkehrszeiten sehr stark belastet gewesen. Im neuen Bahnhof können auch längere, achtteilige Züge mit deutlich mehr Sitzplätze halten. Zunächst wird der RE1 einmal pro Stunde und Richtung in Fangschleuse halten. Ab dem 25. August soll Fangschleuse dann zweimal pro Stunde bedient werden.
Arbeiten für Güterverkehr laufen weiter
Unterdessen werden die Bauarbeiten am Bahnhof für den Güterverkehr weitergeführt. "Durch diese entstehen unter anderem Überholmöglichkeiten für Güterzüge." Außerdem werden sie für Ein- und Ausfahrten in das Gewerbegebiet Freienbrink genutzt, erklärte der Sprecher. In diesem Gewerbegebiet befindet sich auch die Tesla-Fabrik. "Denn durch die Entwicklungen an diesem Industriestandort erhöht sich zukünftig der Güterverkehr." So könnten laut Sprecher bald bis zu 2.400 Lkw-Fahrten täglich von der Straße auf die Schiene verlagert werden.
Das Unternehmen kündigte im April an, die Produktion angesichts der gestiegenen Nachfrage deutlich auszuweiten. In einer ersten Phase sollen 1.000 neue Mitarbeiter hinzukommen, um die Zahl der Fahrzeuge um ein Fünftel auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Dies war ab Juli geplant.
Ab Oktober soll damit begonnen werden, das Produktionsvolumen um ein weiteres Fünftel auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche hochzufahren. Dafür sollen weitere 1.000 Mitarbeiter neu eingestellt werden./wpi/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
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