Der Online-Arzneimittelhändler Redcare Pharmacy ist schwungvoll in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Knackpunkt bleibt allerdings die Marge, die etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Das MDAX-Unternehmen bestätigte die Jahresziele.
Im Auftaktquartal stiegen die Erlöse um 18,4 Prozent auf 849,5 Millionen Euro, was leicht über der vorläufigen Vorgabe von etwa 848 Millionen Euro lag. Sowohl das Geschäft mit verschreibungspflichtigen (Rx) als auch rezeptfreien Medikamenten trug zum Wachstum bei. "Die Entwicklung im April bestätigt mit einem Wachstum von rund elf Prozent im Jahresvergleich die nachhaltige Erholung des Non-Rx-Geschäfts", ließ Redcare Pharmacy verlauten.
Zudem berichtete das Unternehmen über eine verbesserte Kundenzufriedenheit, eine gesteigerte aktive Kundenbasis (14,2 Millionen per Ende März) und einen um neun Prozent höheren Warenkorb auf nun 68 Euro.
Zwar verbesserte sich die bereinigte EBITDA-Marge um 0,4 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mehr erwartet. Nichtsdestotrotz hält Redcare Pharmacy am Jahresziel, eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent zu erreichen, fest.
Umsatzseitig peilt das Unternehmen weiter ein Absatzplus von 13 bis 15 Prozent an, wobei die Erlöse aus dem verschreibungspflichtigen Segment in Deutschland mindestens 670 Millionen Euro erreichen sollen. Bei rezeptfreien Medikamenten soll sich das Plus zwischen acht und zehn Prozent einfinden.
Die Umsätze waren nach der Vorlage vorläufiger Zahlen Anfang April weitgehend bekannt. Bei der Marge muss Redcare Pharmacy zulegen, um das Jahresziel zu erreichen. Zeichnen sich hier klare Ergebnisverbesserungen in einem von Konkurrenzdruck (zum Beispiel dm) geprägten Marktumfeld ab, können Anleger wieder mit einem Einstieg auf der Long-Seite liebäugeln. Grund zur Eile besteht derzeit nicht.
Heute, 11:55