Adipositas ist ein globales Problem und wird häufig mit einer Reihe von anderen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Die Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO Foundation) will dazu beitragen, die Problematik langfristig in den Griff zu bekommen und hat nun die Zusammenarbeit mit dem dänischen Biopharma-Riesen Novo Nordisk erweitert.
Die Stiftung will durch die Kooperation die weltweiten Bemühungen zur Stärkung der Gesundheitssysteme gegen die steigende Belastung durch kardiorenale Stoffwechselerkrankungen, darunter Adipositas und Diabetes, unterstützen. Novo Nordisk hat eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 7,9 Millionen Dollar zugesagt.
Der Beitrag werde es der WHO-Stiftung ermöglichen, die umfassenderen Bemühungen der WHO zur Bekämpfung nicht-übertragbarer Krankheiten durch Prävention, frühzeitige Maßnahmen und eine verstärkte medizinische Grundversorgung zu unterstützen, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen die Gesundheitssysteme häufig mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen haben, heißt es in einer Pressemitteilung.
Adipositas wird zunehmend zur Volkskrankheit, gerade in den OECD-Ländern. Novo Nordisk hat hier mit seinem GLP-1-basierten Appetitzügler Wegovy respektive Ozempic (zur Behandlung von Diabetes) neue Maßstäbe gesetzt. Doch der First-Mover-Effekt ist dahin: US-Wettbewerber Eli Lilly ist mit seinem Konkurrenzprodukten (Zepbound/Mounjaro) mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit an den Dänen vorbeigezogen.
Während Novo Nordisk 2026 mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen rechnet, will Eli Lilly seinen dynamischen Wachstumskurs weiter fortsetzen.
Die vertiefte Zusammenarbeit mit der WHO ist positiv zu werten, ändert allerdings nichts an der fundamentalen Ausgangslage bei Novo Nordisk. Das Unternehmen hat in den zurückliegenden Quartalen mit mehreren Gewinnwarnungen und einer zu hohen Erwartungshaltung an CagriSema viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Anleger sollten die Dänen langfristig zwar nicht abschreiben, kurzfristig drängt sich allerdings kein Einstieg auf.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
11.03.2026, 16:44