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Krieg im Iran: Israel und Iran beschießen sich erneut, Ölpreise ziehen an

Krieg im Iran: Israel und Iran beschießen sich erneut, Ölpreise ziehen an
Foto: U.S. Central Command Public AffairsCover Images/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 06:40 Thorsten Küfner

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich im frühen Handel um knapp vier Prozent auf 97 Dollar. Denn die Spannungen im Nahen Osten haben sich erneut verschärft. Nachdem Israel Stellungen der Hisbollah in den südlichen Vororten Beiruts angegriffen hatte, reagierte der Iran erstmals seit rund zwei Monaten wieder mit Raketenangriffen auf Israel.


Kurz zusammengefasst: 

• Der Iran und Israel haben sich nach neuen Angriffen im Libanon erneut gegenseitig beschossen, wodurch die Spannungen im Nahen Osten weiter zunehmen.

• Die Eskalation belastet die laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine mögliche diplomatische Lösung des Konflikts.

• Die Ölpreise legten deutlich zu, da Anleger eine Ausweitung des Konflikts und anhaltende Risiken für die Energieversorgung befürchten.


Dabei kam offenbar eine Rakete aus dem Jemen. Israel beschoss nun auch wieder Ziele im Iran. Die neue Eskalation nährt die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts und könnte zugleich die laufenden Gespräche zwischen Teheran und Washington belasten. Auslöser waren israelische Angriffe auf mutmaßliche Einrichtungen der Hisbollah in Beirut. Zuvor hatte die vom Iran unterstützte Miliz erneut Raketen auf Nordisrael abgefeuert. Dabei war erst wenige Tage zuvor unter Vermittlung der USA ein neuer Anlauf zur Umsetzung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon vereinbart worden. Die Hisbollah hatte die Bedingungen jedoch zurückgewiesen.

Medienberichten zufolge feuerte der Iran mehrere Raketenwellen auf Israel ab. Nach Angaben der israelischen Armee wurden alle Geschosse abgefangen. Ein Militärsprecher erklärte, der Iran habe mit den Angriffen einen «schweren Fehler» begangen.

Die Ereignisse erschweren auch die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump. Einerseits versucht Washington, die Lage zwischen Israel und dem Libanon zu stabilisieren. Andererseits fordert Teheran im Rahmen der Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs auch ein Ende der Kämpfe im Libanon.

Trump selbst äußerte sich zunächst nicht offiziell. Berichten zufolge drängte er Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu jedoch dazu, auf Vergeltungsschläge gegen den Iran zu verzichten. «Israel hat genug reagiert», sagte Trump demnach.

Gleichzeitig hält der US-Präsident an seiner Hoffnung auf eine diplomatische Lösung fest. Gegenüber Medien zeigte er sich weiterhin optimistisch und betonte, Washington und Teheran seien auf dem Weg zu einem «guten» Abkommen. Eine Einigung könne möglicherweise bereits in den kommenden Tagen erzielt werden. Kritiker bezweifeln allerdings, dass die Verhandlungen zuletzt tatsächlich wesentliche Fortschritte gemacht haben.

TotalEnergies (WKN: 850727)

Der Konflikt im Nahen Osten spitzt sich erneut zu. Eine rasche Auflösung der Blockade der Straße von Hormus bleibt daher unwahrscheinlich. Dementsprechend verharren die Ölpreise auf einem hohen Niveau. Bei Öl- und Gasproduzenten wie TotalEnergies sprudeln die Gewinne auf dem aktuellen Niveau daher weiter. Die Dividendenperle bleibt weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 55,00 Euro belassen werden. 

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