Novo Nordisk tritt künftig unter der Marke „Novo“ auf und richtet seine Unternehmenskultur neu aus. Der Schritt fällt in eine schwierige Phase: Im Geschäft mit Medikamenten gegen Fettleibigkeit verliert Novo Marktanteile an Eli Lilly. Zugleich erwarten Anleger neue Blockbuster und langfristiges Wachstum. Seine Strategie will das Unternehmen auf dem Kapitalmarkttag am 21. September vorstellen.
Das Unternehmen kündigte an, „Novo“ – lateinisch für „neu“ – künftig im Tagesgeschäft als Markenbezeichnung zu führen, während „Novo Nordisk“ weltweit als juristischer Firmenname bestehen bleibt. Der Name Novo Nordisk geht auf die Fusion von Novo Terapeutisk Laboratorium und Nordisk Insulinlaboratorium im Jahr 1989 zurück. Zugleich wurde das Logo modernisiert, um den neuen Markenauftritt zu unterstreichen. Als prägendes Bildmotiv bleibt aber der Apis-Stier aus dem alten Ägypten erhalten.
Der neue Markenauftritt steht unter dem Motto „Lasting Health Starts Now“. Patienten sollen sofort Fortschritte auf dem Weg zu langfristigem Wohlbefinden machen können. Novo will so Vertrauen und wissenschaftliche Durchbrüche im Alltag der Menschen vermitteln.
In diesem Jahr hat sich die Aktie von Novo Nordisk bislang alles andere als erfreulich entwickelt. Die Aktie verlor bislang rund 15 Prozent. Einen Lichtblick liefert die orale Version von Wegovy, die bis Juni mehr als drei Millionen Verschreibungen erreichte. Gleichzeitig stoppte Novo aber drei Studien zu einem experimentellen Herz-Kreislauf-Medikament.
Novo erhofft sich von der Umbenennung wohl, dass dieser Name bei den Verbrauchern besser ankommt und man somit mit dem Rivalen Eli Lilly besser konkurrieren kann. Am heutigen Montag kann die Aktie immerhin gut 1,5 Prozent zulegen. Für einen Befreiungsschlag reicht dies jedoch nicht. Hierfür müssen dringend positive News von der Produkt- und/oder der M&A-Seite folgen. Investierte Anleger bleiben dabei, sichern ihre Position aber mit einem Stopp bei 33 Euro nach unten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Heute, 16:06
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