Im Juni 2020 hat Novo Nordisk die Übernahme von Corvidia Therapeutics angekündigt und sich damit im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen breiter aufgestellt. Doch der Zukauf entpuppt sich zusehends als Flop.
Denn durch die Akquisition sicherte sich Novo Nordisk den Zugriff auf den Hoffnungsträger Ziltivekimab. Nach ersten enttäuschenden Ergebnissen der Phase-3-Studie "ZEUS" haben die Dänen bei den anderen beiden laufenden Spätphasen-Studien „ARTEMIS“ und „HERMES“ mit der Substanz die Reißleine gezogen. Zunächst hatte das Branchenportal Endpoints News über die Studienstopps berichtet.
Anleger sollten den Wirkstoff Ziltivekimab nicht gänzlich abschreiben. Das zuvor antizipierte Marktpotenzial ist allerdings spürbar gesunken.
Die Akquisition von Corvidia Therapeutics wird sich aller Voraussicht nach nicht bezahlt machen. Novo Nordisk legte via Vorauszahlung 725 Millionen Dollar für die Biotech-Gesellschaft vor gut sechs Jahren auf den Tisch. Insgesamt hätten sich die Zahlungen an die Anteilseigner von Corvidia Therapeutics auf bis zu 2,1 Milliarden Dollar belaufen können.
Kapitalmarkttag voraus
Neben den Pipeline-Rückschlägen (auch im Adipositas-Bereich konnte Novo Nordisk den hohen Erwartungen des Marktes zuletzt nicht mehr gerecht werden) mussten die Dänen im vergangenen Jahr mehrfach die Prognosen senken. Das Vertrauen des Kapitalmarktes ist dahin. Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer bereits auf den bevorstehenden Kapitalmarkttag am 21. September in London. Der Biopharma-Konzern könnte das Event nutzen, um neue Ziele aufzustellen oder Lizenzdeals respektive Übernahmen anzukündigen.
Bei der Aktie von Novo Nordisk fehlen derzeit die Impulse. Das könnte der bevorstehende Kapitalmarkttag wieder ändern. Kurzfristig müssen Anleger allerdings aus charttechnischer Sicht wieder den Blick nach unten richten, da der Wert mit einer wichtigen Unterstützung kämpft. Anleger beachten den Stopp bei 33 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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