Novo Nordisk hat erste Ergebnisse der Phase-3-Studie STEP Young vorgelegt. Untersucht wurde hier die einmal wöchentliche Gabe von Semaglutid bei Kindern im Alter von sechs bis unter zwölf Jahren mit Adipositas. Alle Teilnehmer erhielten eine kalorienreduzierte Ernährung und sollten sich mehr bewegen. Für diese Altersgruppe gibt es bislang nur wenige zugelassene Therapien.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt: Nach 68 Wochen war der Body-Mass-Index (BMI) unter Semaglutid stärker gesunken als unter Placebo. Zu Beginn hatten mehr als 85 Prozent der Kinder eine schwere Adipositas der Klasse II oder III. Nach rund einem Jahr unterschritten 40,4 Prozent der mit Semaglutid behandelten Kinder die Adipositas-Schwelle. In der Placebo-Gruppe gelang dies keinem Teilnehmer. Damit galten zwei von fünf Kindern unter Semaglutid nicht mehr als adipös, sondern als normalgewichtig oder übergewichtig.
Adipositas erhöht bei Kindern das Risiko für Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, Depressionen, Essstörungen und Mobbing. Zudem bleibt die Erkrankung häufig bis ins Erwachsenenalter bestehen; Folgeerkrankungen können früher und schwerer auftreten. 2025 lebten weltweit schätzungsweise 177 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren mit Adipositas. Bis 2040 könnte die Zahl auf 228 Millionen steigen.
Beim Sicherheitsprofil gab es keine neuen Bedenken. Sicherheit und Verträglichkeit entsprachen früheren pädiatrischen und erwachsenen Studien mit Semaglutid und Liraglutid. Auch für Wachstum und Pubertätsentwicklung wurden keine Bedenken festgestellt. Die detaillierten Ergebnisse sollen im November 2026 auf der ObesityWeek vorgestellt werden.
Bei der Aktie von Novo Nordisk zeigten die Daten allerdings keine Auswirkung. Das Papier verharrt weiter in seinem seit Anfang August ausgebildeten Seitwärtstrendkanal. Ein Ausbruch nach oben würde ein positives charttechnisches Signal liefern. Anlegern werden derweil auf eine ordentliche Geduldsprobe gestellt. DER AKTIONÄR empfiehlt, investierten Anlegern, dabeizubleiben. Ein Stopp bei 33 Euro sichert bei der Aktie von Novo Nordisk nach unten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Heute, 13:33
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