Die Aktie von Novo Nordisk zeigt sich in dieser Woche in starker Verfassung. Pünktlich zum Verkaufsstart der Abnehmpille Wegovy in Deutschland in dieser Woche kann das Papier wieder peu à peu zulegen. Deutschland ist damit das erste EU-Land, in dem die Abnehmpille auf den Markt gekommen ist. Die Dänen stoßen hierzulande auf hohes Potenzial. Noch deutlich größer ist aber der chinesische Markt. Auch dort erhofft sich Novo positive News.
Zum Jahreswechsel wurde die Pille bereits in den USA erfolgreich eingeführt, nun folgt Deutschland und die gesamte EU. Allein in Deutschland trifft die Pille auf einen Markt von rund 17 Millionen Menschen, die von Adipositas betroffen sind. Das ist rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung. Bislang nehmen in Deutschland gemäß Daten des Marktforschungsunternehmens IQVIA nur zwei Prozent dieser Gruppe Abnehmmittel. Das Potenzial ist dementsprechend hoch für ein leicht zu handhabbare Methode wie eine Pille. In der gesamten EU könnten laut Pharma Fakten e.V. sogar mindestens 135 Millionen Menschen von Adipositas betroffen sein.
Und Novo Nordisk schielt bereits auf einen weiteren Markt: China. Wie die Nachrichtenagentur Reuters in der vergangenen Woche berichtete, hat die dortige Arzneimittelbehörde den Antrag des Konzerns auf eine Tablettenvariante von Wegovy angenommen. Nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission könnte der Anteil übergewichtiger oder fettleibiger Menschen in China bis 2030 auf mehr als 65 Prozent steigen. Experten schätzen, dass in fünf bis sieben Jahren GLP-1-Therapien zur Gewichtsreduktion Umsätze in Höhe von 30 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 4,5 Milliarden Dollar, erreichen könnten. Derzeit liegt das Volumen bei drei bis vier Milliarden Yuan.
Mit dem jüngsten Kursanstieg ist der Aktie von Novo Nordisk der Sprung über die 200-Tage-Linie gelungen und damit ein neues positives Signal. Wichtig wäre nun, dass auch die 50-Tage-Linie überwunden werden kann. Anleger mit Weitblick können das Kursniveau zum Aufbau von Positionen nutzen. Ein Stopp bei 33 Euro sichert nach unten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
03.09.2026, 11:54
Bei Google bevorzugen