80 Milliarden Dollar Umsatz bis 2030: Astrazeneca-Chef Pascal Soriot hat sich ambitionierte Ziele auf die Fahnen geschrieben. Mit einem weiteren Studienrückschlag in der späten Phase der klinischen Entwicklung wachsen allerdings nun die Zweifel, ob das langfristige Ziel ohne größere Zukäufe erreicht werden kann.
Wie der britisch-schwedische Pharma-Konzern am Montag mitgeteilt hat, wird die Phase-3-Studie "eVOLVE-Lung02" eingestellt. In dieser hat Astrazeneca den bispezifischen Antikörper Volrustomig in Kombination mit einer Chemotherapie als Erstlinientherapie im Vergleich zu Pembrolizumab (Keytruda) von Merck & Co plus Chemotherapie verglichen.
Die Entscheidung beruhe auf der Empfehlung des unabhängigen Datenüberwachungskomitees (Independent Data Monitoring Committee, IDMC) nach einer planmäßigen Überprüfung der Studiendaten, so das Unternehmen.
Allerdings hat Astrazeneca am Montag auch gute News im Gepäck: Der Lungenkrebs-Blockbuster Tagrisso zeigte in Kombination mit Orpathys bei Patienten mit MET-getriebenem, EGFR-mutiertem Lungenkrebs nach einem Fortschreiten der Erkrankung unter Tagrisso statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserungen sowohl beim progressionsfreien als auch beim Gesamtüberleben.
Zuletzt sorgten Gerüchte rund um einen möglichen Zusammenschluss von Astrazeneca mit dem US-amerikanischen Wettbewerber Bristol-Myers Squibb für Schlagzeilen. Die Reaktion der Anleger lässt sich am Kurs der Astrazeneca-Aktie ablesen.
DER AKTIONÄR ist davon überzeugt, dass Soriot und sein Team die richtigen Weichen stellen werden, um das ambitionierte Umsatzziel von 80 Milliarden Dollar (2025: 58,7 Milliarden Dollar) zu erreichen. Die derzeitigen Kurse bieten daher eine gute Einstiegsgelegenheit für Anleger mit Weitblick (Stopp: 128 Euro). Nicht zu verachten: Die Dividendenrendite von derzeit 2,1 Prozent.
17.08.2026, 14:58
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