Bayer stellt beim Pharma Media Day 2026 wieder Wachstum in Aussicht: Ab dem kommenden Jahr soll die Pharmasparte zulegen. Neue Medikamente sollen die Umsatzrückgänge beim Blockbuster Xarelto und später auch beim Augenmittel Eylea infolge auslaufender Patente schrittweise ausgleichen.
„Die rigorose Ausrichtung auf unsere strategischen Prioritäten sowie unsere bahnbrechenden wissenschaftlichen Ziele zahlen sich aus und treiben im Rahmen unserer transformativen Strategie unser Wachstum voran“, ist Pharma-Chef Stefan Oelrich überzeugt. „Aufbauend auf einem der bislang leistungsstärksten Pharma-Portfolios unseres Unternehmens, unserer multimodalen Pipeline und eines zunehmend KI-gestützten Betriebsmodells sind wir auf dem besten Weg, ab 2027 zu einem mittleren einstelligen Wachstum zurückzukehren und ab 2028 eine operative Margenausweitung in Richtung 30 Prozent bis 2030 zu erreichen.“
Zum Wachstum dürfte weiterhin das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa beitragen. Bayer hat vor einigen Jahren den Wirkstoff von der finnischen Orion einlizenziert. Allein im vergangenen Jahr generierte Bayer mit Nubeqa Erlöse von etwa 2,4 Milliarden Euro. Die Leverkusener rechnen sich ein Spitzenumsatzpotenzial von gut drei Milliarden Euro aus.
Auch das Nierenmedikament Kerendia soll für Wachstumsimpulse sorgen. Stichwort: Zulassungserweiterungen. Deutlich neuer am Markt sind Beyonttra (Acoramidis, für den europäischen Markt von BridgeBio Pharma einlizenziert) und Lynkuet. Letzteres soll bei Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz kommen. Bayer sicherte sich den Zugriff auf das Mittel durch die Übernahme von KaNDy Therapeutics im Jahr 2020.
Alles in allem hat Bayer die Ziele für die Pharma-Division am Mittwoch bestätigt. Im äußerst freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am frühen Nachmittag wieder die Marke von 40 Euro zurückerobern. Auch wenn sich die charttechnischen Aussichten wieder etwas aufgehellt haben, bleiben Anleger an der Seitenlinie. Denn die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten sind immer noch nicht in Gänze ausgestanden.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 13:59