Die Aktie des europäischen Impfstoffentwicklers klettert zum Start in die neue Handelswoche auf ein frisches Jahreshoch. Die Erhöhung der Prognose aus der Vorwoche (DER AKTIONÄR berichtete) wirkt weiter nach.
In der Spitze erreicht das Papier von Bavarian Nordic an der Heimatbörse in Kopenhagen bei 240 Dänische Kronen (umgerechnet 32,11 Euro) den höchsten Stand seit dem vergangenen Herbst. Damals notierte der Impfstoff-Titel so hoch inmitten eines Übernahmeprozesses. Die geplante Akquisition durch Private-Equity-Investoren scheiterte allerdings im November am Widerstand der Aktionäre.
Trotz des Kursanstiegs zuletzt sehen die Analysten weiteres Potenzial. „Bavarian Nordic erscheint unterbewertet“, so Jefferies-Experte Benjamin Jackson nach der Prognoseerhöhung. Jackson verweist auf den anhaltenden historischen Abschlag gegenüber der internen Bewertung. Jefferies rät weiter zum Kauf mit einem Kursziel von 280 Kronen (37,46 Euro).
Luft bis 270 Kronen (36,12 Euro) sieht unverändert das niederländische Finanzdienstleistungsunternehmen Van Lanschot Kempen; die Einstufung lautet "Buy". Das Upgrade von Bavarian Nordic sei vor allem auf die Verkäufe von Tollwutimpfstoffen in den USA zurückzuführen, so die Analysten rund um Romy O’Connor.
Ob die erhöhte Nachfrage nach Tollwutimpfstoffen in den USA anhalte, „bleibt abzuwarten“, da sich die Phase mit häufigeren Tollwutkontakten dem Ende nähere, heißt es in der Studie.
Mehr Potenzial als Jefferies und Kempen sieht die SEB Bank. Die Analysten raten ebenfalls zum Kauf mit einem Zielkurs von knackigen 300 Kronen (40,14 Euro).
Die operative Entwicklung von Bavarian Nordic nach der gescheiterten Übernahme im vergangenen Herbst kann sich sehen lassen. Die Aktie ist immer noch nicht zu teuer und bleibt an schwachen Tagen für spekulativ ausgerichtete Anleger kaufenswert.
Heute, 10:39
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