Der europäische Impfstoff-Spezialist kann auf ein erfreuliches zweites Quartal zurückblicken. Aufgrund der starken Performance zwischen April und Juni wird Bavarian Nordic nun zuversichtlicher für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie gewinnt zur Stunde knapp zehn Prozent und steigt damit auf den höchsten Stand seit dem vergangenen Herbst, nachdem ein Übernahmeversuch durch Private-Equity-Investoren gescheitert war.
Im Q2 stieg der Umsatz des Unternehmens um knackige 23 Prozent auf 2,03 Milliarden Dänische Kronen (rund 272 Millionen Euro). Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Reiseimpfstoffen, bei dem Bavarian Nordic ein Absatzplus von 45 Prozent verzeichnete.
Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf satte 925 Millionen Kronen (gut 123,7 Millionen Euro). Zugrunde liegende Marge: 45 Prozent. Im zweiten Quartal 2025 wies der Impfstoff-Spezialist hier lediglich eine EBITDA-Marge von 33 Prozent aus. Bavarian Nordic führt die Ausweitung der Gewinnspanne auf einen vorteilhaften Produktmix und eine starke Produktionsperformance zurück.
Zielvorgaben erhöht
Bavarian Nordic schraubt nach dem starken Q2 und verbesserten Aussichten im Bereich "Public Preparedness" die Guidance für 2026 nach oben: Die Gesellschaft peilt nun einen Umsatz am oberen Ende der Range zwischen 5,5 und 5,7 Milliarden Kronen (etwa 736 bis 762 Millionen Euro) an. Die EBITDA-Marge wird nun bei rund 30 Prozent erwartet. Mitte Mai stellte der Impfstoff-Spezialist hier noch rund 28 Prozent in Aussicht.
Nach den Zahlen steigt die Aktie von Bavarian Nordic auf den höchsten Stand seit November vergangenen Jahres. Damals ist der Impfstoff-Titel nach einem gescheiterten Übernahmeversuch durch das Investorenduo Nordic Capital und Permira zusammengebrochen. Nun steht die Chartampel allerdings wieder klar auf Grün.
Bavarian Nordic befindet sich operativ klar auf Kurs. Nach Monaten der Lethargie wird die Impfstoff-Aktie von den Marktteilnehmern wieder entdeckt. Im März wurde das Kauflimit des AKTIONÄR bei 23,80 Euro ausgelöst und der Titel wieder auf die Empfehlungsliste genommen. Mutige Anleger können weiter zugreifen, zumal der Impfstoff-Wert mit einem KGV von 22 angesichts der Wachstumsaussichten immer noch attraktiv bewertet ist.
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