Vor gut einem Jahr ist der Biopharma-Konzern Genmab mit der milliardenschweren Übernahme von Merus ins Risiko gegangen. In diesem Fall soll der Mut belohnt werden: Das Unternehmen hat positive Phase-3-Daten zum damit erworbenen Hoffnungsträger Petosemtamab vorgelegt. Die Aktie schießt daraufhin um 25 Prozent in die Höhe.
Laut den Dänen hat die Phase-3-Studie LiGeR-HN1 zu Petosemtamab in Kombination mit Pembrolizumab im Vergleich zu Pembrolizumab allein beide primären Endpunkte erreicht. Demnach zeigte die Kombinationstherapie bei Patienten mit PD-L1-positivem Plattenepithelkarzinom des Kopf-Hals-Bereichs (HNSCC) eine Reduzierung des Sterberisikos um 50 Prozent.
Genmab will nun mit den globalen Zulassungsbehörden entsprechende Gespräche aufnehmen, um die Therapieoption schnellstmöglich zu den Patienten zu bringen. Zudem wollen die Dänen die detaillierten Ergebnisse bei einer künftigen medizinischen Fachkonferenz vorstellen.
Nach den Daten kann die Genmab-Aktie abermals um ein Viertel zulegen. Bereits vor den mit Spannung erwarteten Petosemtamab-Resultaten konnte das Unternehmen auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Madrid mit dem Partner AbbVie vielversprechende Ergebnisse bei einem anderen Projekt mit der Öffentlichkeit teilen.
Das Comeback der Genmab-Aktie ist damit perfekt und die Sorgen, dass das Unternehmen nach dem Patentablauf von Darzalex in ein paar Jahren ausgebremst werden könnte, sind vorerst zerstreut.
Volltreffer: Erst vor zwei Wochen hat DER AKTIONÄR die Genmab-Aktie im Rahmen der Titelstory in Ausgabe 43/26 zum Kurs von 322,80 Euro zum Kauf empfohlen. Inzwischen legen Anleger gut 500 Euro pro Papier auf den Tisch. Daraus errechnet sich ein Kursplus von rund 55 Prozent. Kurzfristig ist das Chartbild bei Genmab nun etwas überhitzt, langfristig hat der Titel aber noch viel Potenzial.
Heute, 16:06
Bei Google bevorzugen