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Volkswagen: Autonomes Fahren dank XPeng – jetzt ist es soweit

Volkswagen: Autonomes Fahren dank XPeng – jetzt ist es soweit
Foto: Volkswagen
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Julian Weber Heute, 17:25 Julian Weber

Volkswagens Kernmarke VW geht einen für westliche Autobauer historischen Schritt: Die Wolfsburger lizenzieren mit VLA 2.0 von XPeng erstmals eine Plattform für autonomes Fahren eines chinesischen Herstellers. Der Schritt ist strategisch schlüssig. Denn im Rennen um den wichtigsten Automarkt der Welt geht es vor allem um Tempo, Kosten und Technologie.

Am 24. Februar 2026 machte XPeng-Chef He Xiaopeng intern publik: Volkswagen wird weltweit erster kommerzieller Launch-Kunde für VLA 2.0. Damit lizenziert ein westlicher Volumenhersteller erstmals Kern-Software für autonomes Fahren in großem Maßstab aus China.

Das die Wolfsburger dabei auf XPeng setzen, kommt nicht von ungefähr. Der Hintergrund reicht bis Juli 2023. Volkswagen hatte damals rund 700 Millionen Dollar für 4,99 Prozent an XPeng investiert. Ziel war, zunächst zwei neue B-Segment-Elektroautos für China zu entwickeln, die auf XPeng-Technik basieren. Die eigenen Plattformen MEB und CMP galten dort als technologisch im Rückstand. Volkswagen wollte mit der Partnerschaft Entwicklungszeit sparen und schneller die in Fernost gefragten, softwarelastigen Fahrzeuge auf die Straße bringen.

Im Februar 2024 folgte ein Master Agreement mit konkreten Zeitplänen. 2024 und 2025 entwickelten beide Seiten die China Electronic Architecture (CEA), eine neue E/E-Architektur. Zunächst für reine Elektroautos gedacht, wurde sie im August 2025 auch auf Modelle mit Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Antrieb ausgeweitet. Hunderte VW-Ingenieure arbeiten dauerhaft bei XPeng in Guangzhou.

Das kann XPengs VLA 2.0

VLA 2.0 ist ein durchgängiges Modell, das visuelle Daten direkt in Fahraktionen übersetzt. Es verarbeitet bis zu 5.000 Eingaben pro Sekunde aus sieben Kameras. Das Cloud-Basismodell umfasst 72 Milliarden Parameter. Trainiert wurde es mit rund 100 Millionen realen Videoclips, laut XPeng entsprechend etwa 65.000 Jahren menschlicher Fahrerfahrung.

Die Software unterstützt Level vier, also hochautomatisiertes Fahren, und kommt ohne hochauflösende Karten aus. Enge Gassen, Baustellen, blockierte Spuren oder Handzeichen von Bauarbeitern erkennt das System selbstständig. Auf schmalen Straßen wurde die durchschnittliche Übernahmehäufigkeit – also wie häufig der menschliche Fahrer beim autonomen Fahren eingreifen muss – um den Faktor 13 verbessert.

Eingesetzt werden soll die Software zunächst in den zwei gemeinsam entwickelten China-Modellen ab 2026, darunter ein SUV. Alle auf der CEA basierenden Fahrzeuge in China, auch mit Verbrenner oder Plug-in-Hybrid, können folgen. Zusätzlich hat Volkswagen XPengs Turing AI Chip nominiert. Fahrzeuge mit diesem Chip starten frühestens 2027 in die Serie.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Für Volkswagen ist die Kooperation mit XPeng der schnellste Weg, in China technologisch aufzuschließen, ohne selbst Milliarden in ein neues End-to-End-Modell zu investieren. Ob das jedoch genügt den bereits verlorenen Marktanteil zurückzuerobern, ist anzuzweifeln. Ein Einstieg drängt sich aktuell nicht auf. XPeng erhält im Gegenzug Lizenzumsätze, Prestige durch den europäischen Partner und den Beweis, dass chinesische KI-Technologie exportfähig ist. Für XPeng bleibt DER AKTIONÄR bullish gestimmt. Weitere spannende Anlagemöglichkeiten aus dem Reich der Mitte finden Sie im China Stock Report von Experte Michael Diertl. Weitere Infos erhalten Sie hier.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

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