Traton, Thyssenkrupp und TKMS an der MDAX‑Spitze – das beflügelt die VW‑Tochter

Traton, Thyssenkrupp und TKMS an der MDAX‑Spitze – das beflügelt die VW‑Tochter
Foto: Traton
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Marion Schlegel Heute, 12:13 Marion Schlegel

Die Aktie von Traton gehört zur Wochenmitte neben Thyssenkrupp und TKMS zu den drei stärksten Werten des Tages im DAX. Auslöser für den heutigen Kurssprung sind vorläufige Kennzahlen, die insbesondere beim freien Mittelzufluss positiv überraschten. Der Titel der VW-Nutzfahrzeugtochter gewinnt gegen Mittag fast fünf Prozent.

Traton (WKN: TRAT0N)

Traton hat nach eigenen Angaben die für 2025 gesetzten Ziele bei Umsatz sowie bei der bereinigten operativen Marge erreicht. Letztere lag bei 6,3 Prozent und damit am unteren Ende der avisierten Spanne. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das jedoch einen deutlichen Rückgang, da die Marge damals noch über neun Prozent gelegen hatte. Belastend wirkten vor allem das schwächere Marktumfeld in Europa sowie die Abkühlung in Nordamerika, die unter anderem auf US-Einfuhrzölle zurückzuführen ist.

Deutlich besser als erwartet entwickelte sich der freie Mittelzufluss im Fahrzeuggeschäft ohne Finanzdienstleistungen. Dieser lag laut vorläufigen Zahlen über der bisherigen Prognoseobergrenze von 1,5 Milliarden Euro und übertraf damit auch die Schätzungen der Analysten. Nach Einschätzung von JPMorgan war vor allem ein konsequentes Bestandsmanagement für diese Entwicklung verantwortlich.

Operativ musste Traton zuletzt einen spürbaren Absatzrückgang hinnehmen. Die Auslieferungen sanken um 8,6 Prozent auf rund 305.500 Fahrzeuge. Beim Umsatz wird ein Minus von bis zu zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 47,5 Milliarden Euro erwartet. Trotzdem honoriert der Markt die starke Cashflow-Entwicklung.

Am Dienstag war die Aktie von Traton noch unter die 200-Tage-Linie zurückgefallen. Mit dem heutigen Kursanstieg kann das Papier diese Hürde nicht nur zurückerobern, sondern sich direkt wieder ein Stück weit davon nach oben absetzen. Auch die Aktie von Volkswagen präsentiert sich heute freundlich. Auch hier konnte zuletzt die 200-Tage-Linie verteidigt werden. Fundamental muss Volkswagen aber in jedem Fall deutlich aufs Gaspedal treten.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

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