Die Comebacks nach Corona
23.12.2020 Maximilian Völkl

Siemens Gamesa: Mutter bleibt an Bord, Großauftrag aus Brasilien - so kann die Rekordjagd 2021 weitergehen

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Siemens Gamesa

Die Rekordjagd bei den grünen Aktien geht ungebremst weiter. Auch der Turbinenbauer Siemens Gamesa klettert von einem Mehrjahreshoch zum nächsten. Nun hat sich die Mutter Siemens Energy zur Tochter bekannt, zudem wurde ein Großauftrag in Brasilien gewonnen. Selbst das Hoch aus dem Jahr 2007 bei 34,92 Euro rückt damit nun ins Visier.

Gerüchte über Interesse aus Asien an Siemens Gamesa hatten zuletzt für Aufsehen gesorgt. Doch Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, hat im Interview mit dem Handelsblatt nun klargestellt, dass ein Verkauf der 67-Prozent-Beteiligung derzeit kein Thema sei. Die Übernahmefantasie um den Turbinenbauer ist damit aber nicht erloschen. Denkbar ist durchaus, dass Siemens Energy mittelfristig selbst eine Komplettübernahme anstrebt.

Die Auftragslage bei Siemens Gamesa bleibt derweil bestens. In Brasilien hat sich der Konzern einen Auftrag im Volumen von 465 Megawatt von Patria gesichert. Es geht dabei um Lieferung, Transport, Inbetriebnahme und Test von 75 Turbinen vom Typ SG 5.8-170 sowie eine fünfjährige Service-Vereinbarung.

Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8)

Bei Siemens Gamesa stimmt die Mischung. Die starke Marktstellung im lukrativen Offshore-Geschäft, die gute Branchenstimmung allgemein und die latente Übernahmefantasie durch die Mutter dürften auch 2021 weiter für steigende Kurse sorgen. Anleger lassen die Gewinne laufen.