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25.02.2020 Leon Müller

RWE und E.on mit Oberwasser: Nachkaufen oder Verkaufen?

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RWE
Trendthema

Der DAX lässt mit einer nachhaltigen Erholung auf sich warten. Nach heftigen Verlusten am Vortag – das deutsche Börsenbarometer verlor am Montag rund vier Prozent – baut der Index die Gewinne der ersten halben Stunde wieder ab. Zwei Titel schlagen sich dabei erstaunlich gut: Die Energieversorger RWE und E.on.

Auftrieb verleiht dem Sektor ein Kommentar der Analysten von Goldman Sachs. Zwar zielt er nicht direkt auf RWE und E.on, doch Goldman sieht im französischen Peer EdF einen potenziellen Gewinner der kommenden Monate.

RWE (WKN: 703712)

Die US-Investmentbank hat EDF von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 10,60 auf 16,60 Euro angehoben. Obwohl das Papier des französischen Energiekonzerns mit einem Kurszuwachs von einem Drittel seit Jahresbeginn die am stärksten gelaufene Aktie im europäischen Versorgersektor sei, sehe er weiter Kurspotenzial, schrieb Analyst Ajay Patel in einer am Montag vorliegenden Studie. Dabei verwies er vor allem auf die regulatorischen Reformen in Frankreich zur Atomenergie. Zudem habe sich die Aktie in den letzten 12 Monaten um 30 Prozent schlechter als der Sektor entwickelt.

Électricité de France (WKN: A0HG6A)

DER AKTIONÄR bleibt mit Blick auf die Aktie von RWE weiter zuversichtlich und empfiehlt, dabeizubleiben. Sollte es im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur auch bei RWE zu weiteren Kursverlusten kommen, können dies noch nicht investierte Anleger dann zum Kauf nutzen. Auch bei E.on gilt: Anleger geben kein Stück aus der Hand.

Mit Material von dpa-AFX