11.10.2019 Maximilian Völkl

Nordex: BMW-Erbin fällt unter 5% – keine Panik!

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Nordex
Trendthema

Im freundlichen Marktumfeld schnauft die Nordex-Aktie nach den turbulenten Tagen zuletzt etwas durch. Kapitalerhöhung und Übernahmeangebot dürften Anleger und Konzern aber noch länger beschäftigen. Inzwischen sind die Veränderungen auch offiziell vermeldet – Anleger sollten wegen der neuesten Stimmrechtsmitteilungen deshalb nicht nervös werden.

Der Ankeraktionär Acciona hat durch die Kapitalerhöhung seine Beteiligung an Nordex ausgebaut. Die neuen Aktien gingen komplett an die Spanier – von 29,9 Prozent stieg der Anteil dadurch auf 36,3 Prozent. Gleichzeitig wurden die Anteile der Altaktionäre verwässert. Die Beteiligung der zweiten Großaktionärin, BMW-Erbin Susanne Klatten, ist deshalb von 5,29 auf 4,81 Prozent gesunken – Anteile hat sie aber nicht verkauft.

Im Gegenteil: Klatten hat die Entscheidung von Acciona, weiter zu investieren, unterstützt. Die Beziehungen zwischen Klatten und Acciona sind ohnehin gut. Bereits 2015, als Nordex Acciona Windpower, die Windtochter von Acciona, übernommen hat, verkaufte Klatten einen großen Teil ihres Pakets und reduzierte die Beteiligung damals von 22,8 auf 5,7 Prozent. Mit der neuen Kapitalerhöhung schwindet der Einfluss der BMW-Erbin nun weiter.

Nordex (WKN: A0D655)

Das Übernahmeangebot von Acciona wird mit ziemlicher Sicherheit nicht zum Erfolg führen. Dennoch ist die Kapitalerhöhung positiv zu werten – mit frischem Kapital hat Nordex mehr Spielraum bei der Abarbeitung der vollen Auftragsbücher. Gelingt es nun, die Margen zu steigern, sind deutlich höhere Kurse drin. Für Mutige!