Der finnische Mineralöl-Konzern Neste kann auf ein starkes erstes Quartal des laufenden Geschäftsjahres zurückblicken. Das skandinavische Unternehmen, das unter anderem nachhaltigen Flugzeugkraftstoff (SAF) herstellt, konnte das EBITDA sogar mehr als vervierfachen und damit die Markterwartungen klar übertreffen.
Die Erlöse stiegen im Auftaktquartal moderat von 5,02 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,16 Milliarden Euro. Analysten hatten 5,10 Milliarden Euro auf dem Zettel. Deutlich besser hat Neste beim Ergebnis abgeschnitten: Das vergleichbare EBITDA schoss von 210 auf 861 Millionen Euro (758 Millionen Euro erwartet) nach oben. Unter dem Strich verdiente der SAF-Produzent 0,69 Euro pro Papier nach einem Fehlbetrag von 0,05 Euro je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Schätzung belief sich lediglich auf 0,51 Euro.
"Der Konflikt im Nahen Osten sorgt weiterhin für erhebliche Schwankungen auf den Ölmärkten. Die Produktionsanlagen von Neste befinden sich weit entfernt vom Konfliktgebiet, und unser Rohöl sowie unsere nachwachsenden Rohstoffe werden nicht durch die Straße von Hormus transportiert", erklärt Neste-Chef Heikki Malinen. "Wir profitieren davon, dass wir unser Rohöl überwiegend aus der Nordsee beziehen und die Lieferkette für erneuerbare Rohstoffe stark diversifiziert ist. Obwohl der Konflikt keine direkten Auswirkungen auf unsere Produktion, Lieferketten oder Produktlieferungen hatte, beobachten wir die Lage weiterhin aufmerksam und bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor."
Neste stellt seine Produkte wie eben SAF oder HVO100 aus biogenen Abfall- und Reststoffen wie Frittenfett in Porvoo (Finnland), Rotterdam (Niederlande) und Singapur her.
Die Neste-Aktie ist bereits stark in die Zahlenvorlage hineingelaufen, aufgrund der starken Zahlen legt der Titel aber weiter zu. In den kommenden Tagen und Wochen dürften zudem die Analysten ihre Schätzungen nach oben korrigieren – und der Aktie weiteren Treibstoff liefern. Schwache Tage bleiben Kauftage für spekulativ ausgerichtete Anleger.
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