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BYD: Jahresziel erreicht – doch reicht es für Tesla?

BYD: Jahresziel erreicht – doch reicht es für Tesla?
Foto: BYD
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Julian Weber Heute, 10:35 Julian Weber

Für BYD war das Jahr 2025 ein durchwachsenes Jahr: Die Absätze lagen im Dezember erneut unter dem Vorjahreswert, dennoch erreichte der chinesische E-Autoriese sein Jahresziel. Vor allem das wichtige Auslandsgeschäft wächst rasant. Im Wettbewerb mit Tesla dürfte BYD den US-Hersteller 2025 erstmals auch beim reinen E-Autoabsatz überholen.

BYD hat im Dezember 2025 insgesamt 420.398 Fahrzeuge abgesetzt. Das entspricht einem Rückgang um 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – bereits der vierte Monat in Folge mit sinkenden Jahresvergleichszahlen. Auch gegenüber November ging der Absatz um 12,5 Prozent zurück, wobei sich vor allem der Rückgang bei Plug-in-Hybriden bemerkt machte. Deren Verkäufe sanken im Dezember um 25,7 Prozent. Reine Elektroautos hielten sich mit einem Minus von 8,19 Prozent vergleichsweise stabil.

Auf das Gesamtjahr betrachtet zeigt sich jedoch ein anderes Bild. BYD setzte 2025 insgesamt 4.602.436 Fahrzeuge ab, ein Plus von immerhin 7,73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erreichte der Konzern trotz eines intensiven Preiskampfs und nachlassender Nachfrage im chinesischen Heimatmarkt sein zuvor auf 4,6 Millionen Einheiten gesenktes Absatzziel. Wachstumstreiber waren vor allem batterieelektrische Modelle, deren Jahresabsatz um 27,9 Prozent auf 2.256.714 Fahrzeuge zulegte. Plug-in-Hybride verloren dagegen an Bedeutung und gingen im Gesamtjahr um 7,91 Prozent zurück.

Exporte sorgen für langfristige Wachstumsfantasie

Ein zentraler Lichtblick war einmal mehr das Überseegeschäft. Im Dezember exportierte BYD 133.172 Fahrzeuge. Ein Zuwachs von 133 Prozent und ein weiterer neuer Rekord. Auf Jahressicht stiegen die Auslandsverkäufe auf 1.046.083 Fahrzeuge, was einem Plus von 151 Prozent entspricht. Damit kompensiert BYD die schwache Entwicklung im umkämpften Heimatmarkt zunehmend durch Expansion in Europa, Südostasien und Lateinamerika.

Hinter den schwächeren Zahlen standen einmal mehr der verschärfte Wettbewerb in China, eine abnehmende technologische Differenzierung sowie geringere staatliche Kaufanreize. BYD-Chef Wang Chuanfu räumte zuletzt ein, dass der technologische Vorsprung geschrumpft sei. Zugleich setzt der Konzern auf neue Modelle und technologische Updates, um die Dynamik im Kerngeschäft wieder zu erhöhen.

BYD erstmals vor Tesla?

Mit den mehr als 4,60 Millionen verkauften Einheiten – 2,26 davon rein elektrisch – dürfte BYD zudem ein Meilenstein gelingen. Erstmals könnten die Chinesen den E-Autopionier Tesla auch bei den reinen Elektroverkäufen hinter sich lassen. Von Bloomberg geführte Analysten gehen davon aus, dass der Musk-Konzern auf insgesamt 1,65 Millionen Fahrzeuge (alle elektrisch) kommt. Bisher hatte BYD lediglich den Rang als größter Hersteller von New Energy Vehicles (NEVs, hierzu zählen reine Stromer und Plug-in-Hybride) inne.

BYD (WKN: A0M4W9)

2025 war ein durchwachsenes Jahr für BYD. Das spiegelt sich auch im Chart wider, wenngleich sich das Bild zuletzt wieder etwas aufhellt. Das Auslandsgeschäft nimmt für BYD zudem eine immer wichtigere Rolle ein. Das Wachstum dürfte sich Prognosen zufolge im kommenden Jahr wieder etwas beschleunigen. Anleger packen die Aktie auf die Watchlist. 

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