Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus steht bei der Auslieferung neuer Maschinen auch zum Jahresende 2026 vor zwei heißen Monaten. Damit der angepeilte Rekord von 870 ausgelieferten Flugzeugen gelingt, müssen im November und Dezember knapp 250 Jets den Weg zu den Kunden finden. Bis Ende Oktober waren es erst 621 Maschinen, davon 74 allein im Oktober, wie der DAX-Konzern am Freitag in Toulouse mitteilte.
Dass sich die Übergaben zum Jahresende ballen, ist bei dem Hersteller zwar gang und gäbe. Doch rund 125 Auslieferungen pro Monat markieren für Airbus bereits die obere Grenze des bislang Machbaren. Zum Vorjahr liegt der Konzern nach zehn Monaten klar vorne, 2025 kam man insgesamt jedoch nur auf 793 Jets. Den bisherigen Rekord hält das Jahr 2019 mit 863 Auslieferungen.
An der Nachfrage hapert es nicht. Ende September lagen Bestellungen für mehr als 9.300 Passagier- und Frachtflugzeuge in den Büchern, die Auftragsbücher des Konzerns sind also prall gefüllt. Allein im Oktober gingen Aufträge für 202 Maschinen ein, storniert wurden lediglich Bestellungen über zwei Jets, unter dem Strich bleibt also ein kräftiges Plus.
Die Analysten von Jefferies bleiben bei ihrer Einstufung "Hold" und einem Kursziel von 210 Euro. Chloe Lemarie zufolge wurden im Oktober drei Maschinen weniger ausgeliefert als erwartet. Um das Unternehmensziel für 2026 zu erreichen, müssten die Auslieferungen im November und Dezember um ein Fünftel zulegen, das ist kein Pappenstiel. Helfen dürfte hier der Lagerbestand, der höher ist als üblich.
Die Aktie von Airbus reagiert in einem allgemein schwachen Börsenumfeld mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 196,26 Euro. DER AKTIONÄR sieht bei Airbus derzeit durchaus attraktive Kurse. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 168,00 Euro dabei. Die Airbus-Aktie ist indes auch Mitglied im Index Global Space Champions. Mehr Informationen zu diesem Index finden Sie hier.
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