Im schwachen Marktumfeld zeigt sich die Nordex-Aktie am Freitag sehr robust und arbeitet mit einem Plus von mehr als zwei Prozent weiter am Ausbruch über die 42-Euro-Marke. Nach den starken Zahlen am Donnerstag kann sich der Turbinenbauer damit auch dem Ausverkauf nach den Midterms in den USA entziehen.
Noch am Mittwoch hatten Werte aus dem Bereich der grünen Energien sehr positiv auf den Wahlsieg der Demokraten reagiert. Am Donnerstag hatte der Tech-Sell-off aber auch die Energiebranche mit nach unten gezogen, nachdem die Angst vorherrscht, dass der Bau neuer Rechenzentren beschränkt werden könnte und damit der Bedarf an Energie weniger stark wachsen könnte als gedacht.
Nordex hat sich dank seiner starken Quartalszahlen zwar am Donnerstag relativ robust gezeigt. Doch die Reaktion vieler anderer Green-Tech-Aktien erscheint ebenfalls übertrieben. So könnte gerade die Windenergie auch von mehr Einfluss der Demokraten in den USA profitieren, nachdem Präsident Donald Trump als scharfer Kritiker der Turbinen bekannt ist.
Dass es operativ gut läuft, hat Nordex in den vergangenen Monaten ohnehin mehrfach bewiesen. Die Profitabilität ist endlich auf dem richtigen Weg und deutlich angestiegen. Auch der Ausblick stimmt. Jefferies-Analyst Constantin Hesse sieht mit einem Kursziel von 63 Euro etwa viel Potenzial. Auf dem aktuellen Niveau spricht er der Aktie damit ein Potenzial von rund 50 Prozent zu. Etwas vorsichtiger sind das Bankhaus Metzler und Oddo BHF, die aber beide mit Zielen von 48,00 respektive 44,00 Euro ebenfalls mit höheren Kursen als aktuell rechnen.
Die Volatilität in der Energiebranche ist hoch und die schlechte Stimmung für KI-Aktien belastet. Doch operativ läuft es bei Nordex gut und das Chartbild sieht spannend aus – der Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate scheint möglich. Angesichts der steigenden Margen stimmen auch die mittel- bis langfristigen Aussichten. Anleger können jetzt zugreifen.
Heute, 14:02
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