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28.01.2020 Marion Schlegel

SAP erhöht Prognose – geht die Rallye jetzt weiter?

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SAP

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im vergangenen Jahr im Tagesgeschäft deutlich profitabler abgeschnitten. Weil der Konzern aber viel Geld für einen Stellenabbau ausgab, ging der Gewinn um 17 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro zurück, wie der DAX-Konzern am Dienstag in Walldorf mitteilte. Für das laufende Jahr hat das Unternehmen die Ziele nach oben geschraubt.

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Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis kletterte um 15 Prozent auf 8,21 Milliarden Euro und fiel damit wie von Analysten erwartet aus. Die operative Marge stieg von 29 Prozent ein Jahr zuvor auf 29,7 Prozent, auch weil die Geschäfte mit Software zur Miete aus dem Internet (Cloud) deutlich mehr Gewinn abwarfen. Zukäufe und das starke Wachstum mit Cloudprogrammen sorgten beim Umsatz für ein Plus von 12 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Finanzchef Luka Mucic sprach davon, die eigene Jahresprognose zum fünften Mal in Folge erreicht zu haben.

Für das gerade begonnene Jahr hat sich SAP ein etwas stärkeres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis vorgenommen als zuletzt in Aussicht gestellt. Beim um Sondereffekte bereinigten Betriebsergebnis strebt das Management um die Co-Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein auf der Basis konstanter Wechselkurse einen Wert zwischen 8,9 und 9,3 Milliarden Euro an, wie der DAX-Konzern am Dienstag in Walldorf mitteilte.

Das sind am oberen Ende der Prognosespanne 200 Millionen Euro mehr als bisher veranschlagt, Analysten gingen allerdings bereits von einem Wert in der Mitte der neuen Spanne aus. Der Konzern rechnet damit, dass der Anstieg der Profitabilität sich in diesem Jahr beschleunigen wird, wie Finanzchef Luka Mucic in einer Telefonkonferenz sagte. Bei der Profitabilität der Cloudgeschäfte sei der Konzern derzeit sogar weiter als geplant. Der Gesamtumsatz soll 2020 zwischen 29,2 und 29,7 Milliarden Euro landen und damit über der bisher ausgegebenen Marke von maximal 29,2 Milliarden Euro.

SAP (WKN: 716460)

SAP bleibt ganz klar auf Kurs. Die Aktie zeigt sich am frühen Morgen nach Bekanntgabe des Ergebnisberichts nahezu unverändert. Es bleibt dabei: Gewinne laufen lassen! Eine wichtige charttechnische Unterstützung ist das Januarhoch 2020 bei 118,00 Euro. Nach oben gilt es, den Widerstand bei 125,00 Euro möglichst schnell zurückzuerobern.

(Mit Material von dpa-AFX)

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