OpenAI soll an einem eigenen KI-Smartphone arbeiten – gemeinsam mit Qualcomm. Die Aktie des Chipkonzerns springt heute zunächst deutlich an, dreht im Verlauf aber ins Minus. Apple gerät unter Druck. Noch ist nichts bestätigt, doch die Fantasie ist groß. Anleger sehen die nächste Baustelle im KI-Wettlauf.
OpenAI könnte den nächsten Schritt planen. Weg von reiner Software, hin zur eigenen Hardware. Laut Analyst Ming-Chi Kuo vom asiatischen Investmenthaus TF International Securities arbeitet das Unternehmen mit Qualcomm und MediaTek an speziellen Chips für ein KI-Smartphone. Ziel ist ein Gerät, bei dem künstliche Intelligenz im Zentrum steht.
Qualcomm steigt heute zunächst kräftig, fällt nach einem Hoch bei 160,94 Dollar im Verlauf aber zeitweise auf 147,05 Dollar zurück. Auch der Auftragsfertiger Luxshare, der laut Bericht als zentraler Produktionspartner eingebunden ist, legt zu. Apple gibt rund 1,5 Prozent nach, da ein mögliches KI-Smartphone von OpenAI als neue Konkurrenz im Premiumsegment interpretiert wird.
Die Volatilität bei Qualcomm kommt nicht aus dem Nichts. Bereits am Freitag war die Aktie im Zuge einer starken Chip-Rally deutlich angesprungen. Auslöser waren überzeugende Zahlen von Intel, die den gesamten Sektor nach oben gezogen hatten. Die OpenAI-Fantasie trifft nun auf eine ohnehin aufgeheizte Ausgangslage.
Luxshare fungiert laut Bericht als exklusiver Partner für Design und Fertigung des Systems. Das deutet darauf hin, dass die Planungen bereits konkreter sein könnten – auch wenn offizielle Bestätigungen fehlen.
Ein mögliches Zeitfenster steht ebenfalls im Raum. Die Massenproduktion könnte 2028 starten. Die finalen Spezifikationen sollen bis Ende 2026 oder Anfang 2027 feststehen.
Offizielle Bestätigungen gibt es nicht. Die beteiligten Unternehmen äußern sich bislang nicht.
OpenAI sucht neue Wege, seine Technologie breiter auszurollen. Ein eigenes Gerät würde die Abhängigkeit von bestehenden Plattformen reduzieren. Für Qualcomm kommt die Story zum richtigen Zeitpunkt. Die Aktie hinkt dem Halbleitersektor hinterher und liegt im laufenden Jahr im Minus. Gleichzeitig boomt der Chipsektor insgesamt. Der heutige Abverkauf zeigt, dass es derzeit vermutlich bessere Käufe als Qualcomm im Sektor gibt. Mehr dazu in der Titelstory der aktuellen Ausgabe von DER AKTIONÄR (18/2026, „Chip Chip, hurra!“).
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
Heute, 18:01