Der US-Halbleiterprimus Nvidia steht vor den nächsten richtungsweisenden Quartalszahlen. Das Analysehaus Jefferies rechnet mit der größten Umsatzüberraschung in der Firmengeschichte. Zudem wirft die neue Superchip-Generation bereits ihre Schatten voraus. Dürfen sich Anleger jetzt auf ein neues Kursfeuerwerk freuen?
Am kommenden Mittwoch richtet sich der Blick der gesamten Finanzwelt erneut auf den KI-Giganten aus dem Silicon Valley. Wenn Vorstandschef Jensen Huang die Bücher für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 öffnet, könnte ein neuer Rekord fallen. Das US-Analysehaus Jefferies prognostiziert einen Quartalsumsatz von starken 95 Milliarden Dollar und liegt damit deutlich über den Konsensschätzungen der Wall Street von 92,07 Milliarden Dollar. Für das dritte Quartal stellt Experte Blayne Curtis sogar 108 Milliarden Dollar in Aussicht.
Der eigentliche Wachstumstreiber steht dabei erst noch in den Startlöchern. Die neue Systemarchitektur namens Vera Rubin läuft aktuell in der Produktion an und soll die bisherige Blackwell-Generation schon bald als Hauptumsatzträger ablösen. Bis Ende des Jahres 2026 rechnet Jefferies mit der Auslieferung von mehr als 13.000 Server-Racks, im Jahr 2027 sollen es sogar über 120.000 Racks werden. Durch ein modulares, kabelloses Design sinkt die Montagezeit der Recheneinschübe dramatisch von rund zwei Stunden auf nur noch fünf Minuten. Zudem setzen alle führenden KI-Entwicklungslabore von Beginn an auf die neue Plattform.
Für zusätzliche Fantasie sorgt ein gigantischer Deal mit OpenAI und SB Energy, bei dem ein Rechenzentrumscampus mit bis zu acht Gigawatt IT-Kapazität entsteht. Nvidia investiert hierbei 1,5 Milliarden Dollar.
Nvidia untermauert seine unangefochtene Vormachtstellung im weltweiten KI-Wettrüsten eindrucksvoll. Sollte der Konzern die optimistischen Umsatzschätzungen am Mittwoch bestätigen, dürfte das der Aktie frischen Schwung verleihen. Die Aktie bleibt ein KI-Basisinvestment.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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