Am nächsten Mittwoch ist es soweit: Dann wird mit Nvidia der wertvollste Konzern der Welt die Ergebnisse für das abgelaufene zweite Quartal vorlegen. DER AKTIONÄR blickt voraus, mit welchen Zahlen derzeit am Markt gerechnet wird. Das Unternehmen hat sich selbst bereits früh festgelegt.
Bei der Zahlenvorlage für das erste Quartal nannte Finanzchefin Colette Kress für das Q2 ein Umsatzziel von 91,0 Milliarden Dollar, plus oder minus zwei Prozent, eine Bruttomarge von 75,0 Prozent nach eigener Rechnung und Betriebsausgaben von 8,30 Milliarden Dollar. Der Konsens von 40 Analysehäusern liegt bei 91,85 Milliarden Dollar, also 0,9 Prozent über der Mitte der eigenen Prognose. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal waren es 46,74 Milliarden Dollar.
Die Erwartungshaltung ist eng an der konzerneigenen Prognose ausgerichtet: Der Umsatzkonsens liegt bei 91,85 Milliarden Dollar, die Schätzungen für den Gewinn je Aktie bewegen sich zwischen 2,00 und 2,08 Dollar bei einer Bruttomarge um 75 Prozent. Wichtiger ist das Quartal danach – für das dritte Quartal steht der Marktkonsens bei 2,36 Dollar je Aktie; Goldman Sachs liegt mit 2,63 Dollar deutlich darüber und begründet das mit einem stärkeren Auslieferungsprofil.
Was man im Hinterkopf haben sollte: In den bisherigen Prognosen für 2026 war überwiegend noch kein Umsatz aus dem China-Geschäft mit Rechenzentrums-Rechenleistung unterstellt. Jeder Dollar, der von dort doch anfällt, kommt oben drauf. Am 19. August berichtete die Financial Times, dass ByteDance und Tencent je rund 10.000 H200-Beschleuniger erhalten haben. Der Vorrat für China liegt bei etwa 500.000 Einheiten, die stärkste Baureihe B200 bleibt ausgeschlossen, und ein Teil der genehmigten Ware muss in Hongkong bleiben, wo Rechenzentrumsfläche und Strom knapp sind.
Der Marktführer Nvidia bleibt erste Wahl – im AKTIONÄR-Depot liegt die Position mehr als 70 Prozent im Plus. Das Kursziel auf der Empfehlungsliste lautet: 230 Euro. Der Stoppkurs kann bei 135,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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