Nvidia bringt seine KI vom Rechenzentrum in den Heizungskeller: Honeywell hat mit Forge Cognition eine Plattform vorgestellt, die mit Nvidia-Modellen und -Grafikkarten Gewerbegebäude, Campusgelände und Industrieanlagen überwacht. Getestet wird sie unter anderem in Nvidias eigener Zentrale. Offen ist, wie viel davon schon Umsatz bringt.
Nvidia-Aktie: Wie viel Umsatz steckt in Physical AI?
Honeywell setzt drei Nvidia-Bausteine ein. Nemotron-Modelle lesen die Betriebsdaten und sortieren Alarmmeldungen, Omniverse simuliert als digitaler Zwilling, was eine geänderte Lüftung kostet oder spart, Cosmos wertet Kamera- und Sensorbilder aus. Darunter laufen RTX-PRO-Grafikkarten auf Servern von Dell. Auf dem Voyager-Campus in Santa Clara sank die Zahl unnötiger Warnmeldungen im Schnitt um bis zu 90 Prozent, beim Energieverbrauch fand das System bis zu zehn Prozent Sparpotenzial.
Der Hebel liegt in der Verbreitung: Honeywell betreut mehr als 300.000 Standorte.
Für Nvidia ist das ein Vertriebskanal, noch kein Umsatzblock. Honeywell nennt weder Preise noch Umsatzziele noch einen Zeitplan. Die Erfolgszahlen stammen von einem einzigen Standort, und der gehört dem Partner. Zum Maßstab: Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Juli setzte Nvidia 96,22 Milliarden Dollar um, rund 89 Milliarden davon im Rechenzentrum. Alles außerhalb, das Segment Edge Computing, brachte 7,2 Milliarden Dollar, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Forge Cognition ändert keine Quartalszahl.
Es zeigt aber, wo Nvidia die nächste Nachfrage sucht: in Gebäuden, die schon stehen, statt in Rechenzentren, die erst finanziert werden müssen.
Nvidia schloss rund vier Prozent tiefer bei 212,21 Dollar. Damit liegt die Aktie 12,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 243,37 Dollar aus dem Oktober und 4,63 Prozent unter der 50-Tage-Linie bei 222,51 Dollar, dem ersten Widerstand. Unten testet der Kurs gerade den Aufwärtstrend, der seit den Tiefs im April läuft. Dahinter liegt die 200-Tage-Linie bei 203,67 Dollar. Die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal legt Nvidia voraussichtlich am 18. November vor.
Ob Gebäude, Fabriken oder Roboter: Wenn KI in die physische Welt wandert, entstehen neue Zukunftsmärkte. Genau dort sucht Florian Söllner im Hot Stock Report antizyklisch nach Zukunftsaktien – in Feldern wie Künstlicher Intelligenz, Drohnen, Robotik oder Quantencomputern, oft bevor sie in den Fokus der breiten Masse rücken.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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