Western Digital hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen übertroffen und legt beim Ausblick kräftig nach. Doch an der Börse gerät die Aktie trotz des starken Zahlenwerks unter Druck.
Der Festplattenspezialist erzielte in den drei Monaten bis zum 2. Oktober einen Umsatz von 4,38 Milliarden Dollar. Das waren rund 5,8 Prozent mehr als die von Analysten erwarteten 4,14 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 4,64 Dollar und lag damit 56 Cent über dem Konsens von 4,08 Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg das bereinigte Ergebnis um satte 161 Prozent.
Auch die Profitabilität legte deutlich zu: Die bereinigte Bruttomarge erreichte 58,1 Prozent, die operative Marge 49,1 Prozent. Zudem erwirtschaftete Western Digital einen operativen Cashflow von 1,60 Milliarden Dollar und einen freien Cashflow von 1,38 Milliarden Dollar.
Ausblick übertrifft die Prognosen deutlich
Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von 5,0 bis 5,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten bislang lediglich 4,57 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt Western Digital 5,60 bis 6,00 Dollar an – gegenüber einer Markterwartung von 4,82 Dollar. Die Bruttomarge soll zudem auf 60 bis 61 Prozent steigen.
Hinter dem Rückenwind steht der wachsende Speicherbedarf von Cloud-Anbietern und Rechenzentren, auch im Zuge des KI-Booms. Zusätzlich erhöht Western Digital die Quartalsdividende um 17 Prozent auf 0,175 Dollar je Aktie.
Anleger reagierten zunächst mit Verkäufen. Der Grund: Dem Markt reichen aktuell enorm starke Quartalszahlen einfach nicht mehr, da zunehmen die Bewertungen der heiß gelaufenen KI-Highflyer in Frage gestellt werden. Nachbörslich ging es zunächst um ein Prozent abwärts. Damit setzte das Papier seine Talfahrt fort: Bereits während des regulären Handels hatte die Aktie schon sechs Prozent eingebüßt. Nachdem die Aktie im vergangenen Jahr ein Dauerläufer war und Lesern des Börsendienstes TSI Premium fette Gewinne bescherte, stellt sich jetzt die Frage, ob der KI-Trade tot ist. Die Antwort darauf finden Sie in der aktuellen Ausgabe. Mehr Infos zum TSI USA gibt es dagegen hier.
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