Nach den deutlichen Verlusten zuletzt zeigt sich die Aktie der Deutschen Telekom am Donnerstag wieder etwas erholt. Schwung verleihen starke Zahlen der wichtigen Tochter T-Mobile US, nachdem Sorgen um das US-Geschäft zuvor belastet hatten. Die Sorgen wegen eines möglichen Einstiegs von SpaceX bleiben.
Im dritten Quartal hat T-Mobile US den Umsatz um sieben Prozent auf 23,6 Milliarden Dollar gesteigert. Das bereinigte EBITDA kletterte um elf Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Beide Werte lagen oberhalb der Schätzungen. Für den operativen Gewinn und den Barmittelfzufluss im Gesamtjahr zeigt sich die US-Tochter deshalb nun zuversichtlicher.
Entscheidend ist bei T-Mobile US vor allem auch die Zahl der Neukunden: Mit 274.000 neuen Vertragskunden konnte der Konzern drei Prozent mehr Kunden gewinnen als im Vorjahr – Experten hatten hier mit einem Rückgang gerechnet. Für das Gesamtjahr rechnet das Management nach wie vor mit rund einer Million Neukunden.
Keine Fusion
Vorerst auf Eis gelegt sind laut Bloomberg derweil die Pläne zum Zusammenschluss von Mutter und Tochter. Insider berichten, dass die ohnehin eher kritisch gesehene Fusion zunächst nicht weiter verfolgt werde. Die Deutsche Telekom hält etwas mehr als die Hälfte der Anteile der US-Tochter – mehr als 60 Prozent der Marktkapitalisierung werden alleine durch den Wert der Beteiligung gedeckt.
Die starken Zahlen sorgen für Erleichterung. Doch die Angst vor SpaceX bleibt. Wenn der Musk-Konzern groß in den US-Mobilfunkmarkt einsteigt, droht T-Mobile Marktanteile und Preismacht zu verlieren. Das könnte vorerst weiter belasten. DER AKTIONÄR bleibt für beide Aktien deshalb aktuell vorsichtig gestimmt. Erst wenn das Sentiment besser wird und die latente Angst am Markt nachlässt, wird ein Neueinstieg wieder interessant. Aktuell ist die T-Aktie lediglich eine Halteposition.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom.
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