+50 Prozent: Erneuter KI‑Wahnsinn um diese Aktie

+50 Prozent: Erneuter KI‑Wahnsinn um diese Aktie
Foto: ChatGPT
Michael Herrmann 17.06.2026, 21:31 Michael Herrmann

Diese Aktie schießt am Mittwoch im US-Handel zeitweise um 50 Prozent nach oben. Der Grund: Aus dem einstigen Nachhaltigkeits-Star wird nun offiziell ein KI-Infrastruktur-Anbieter. Dazu bekommt das Unternehmen einen neuen Namen und eine neue Chefin mit Tech-Schwergewicht im Lebenslauf.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Allbirds wird zu Smartbird und richtet sich künftig auf KI-Infrastruktur aus.

• Nadia Carlsten übernimmt als CEO – mit Erfahrung bei AWS, DCAI und SandboxAQ.

• Aktie springt über 50 Prozent, bleibt aber hochspekulativer Zock.

Die Allbirds-Aktie hebt am Mittwoch massiv ab. Auslöser ist die nächste Etappe der radikalen Neuausrichtung: Allbirds firmiert künftig unter dem Namen Smartbird und will sich als Anbieter von KI-Infrastruktur positionieren.

An die Spitze des Unternehmens rückt Nadia Carlsten. Sie wird Präsidentin und CEO und zieht zudem in den Verwaltungsrat ein. Carlsten war zuvor unter anderem Head of Product beim AWS Center for Quantum Computing. Zudem führte sie das KI-Infrastrukturunternehmen DCAI sowie das aus Google hervorgegangene Unternehmen SandboxAQ.

Der Schritt markiert einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit. Allbirds war einst vor allem für nachhaltige Sneaker bekannt. Im April hatte das Unternehmen die Wall Street bereits mit der Ankündigung überrascht, das Geschäftsmodell grundlegend in Richtung Künstliche Intelligenz zu drehen. Damals explodierte die Aktie an nur einem Tag um rund 600 Prozent.

Smartbird will nach eigenen Angaben eine Lücke im KI-Markt adressieren. Geplant ist, Kunden Hochleistungs-KI-Chips und Rechenzentrumskapazitäten anzubieten – insbesondere Unternehmen, die nicht von den großen Hyperscalern bedient werden. Das Unternehmen befinde sich in aktiven Gesprächen mit potenziellen Kunden in den Zielbranchen.

Carlsten sieht den Markt als attraktiv: Es gebe eine klare Chance, den steigenden Bedarf an KI-Infrastruktur für Unternehmen zu bedienen – mit Kontrolle und Leistung, aber ohne die Kapital- und Betriebslast eigener Hardware.

Rückenwind kommt auch vom übergeordneten Trend. JPMorgan-Analysten erwarten laut einer aktuellen Notiz KI-Investitionen von 5,5 Billionen Dollar bis 2030. Zuvor hatte die Schätzung bei 5,1 Billionen Dollar gelegen.

Allbirds Inc (WKN: A40J6S)

Die Story ist spektakulär – und genau deshalb hochriskant. Der Wechsel vom Sneaker-Hersteller zum KI-Infrastruktur-Anbieter ist kein normaler Strategieschwenk, sondern ein kompletter Neustart. Die Personalie Carlsten verleiht der neuen Ausrichtung Glaubwürdigkeit, operative Beweise fehlen aber unverändert. Die Aktie bleibt ein heißes Zockerpapier. Mit seriöser Geldanlage hat das nichts zu tun.

FAQs

Was war Allbirds ursprünglich?

Allbirds wurde als Anbieter nachhaltiger Sneaker bekannt, vor allem durch Schuhe aus Merinowolle und umweltfreundlichen Materialien.

Warum gibt Allbirds das Schuhgeschäft auf?

Das Unternehmen vollzieht einen radikalen Neustart und setzt künftig auf KI-Infrastruktur statt auf den hart umkämpften Sneaker-Markt.

Was macht Allbirds beziehungsweise Smartbird künftig?

Smartbird will KI-Chips und Rechenzentrumskapazitäten für Unternehmenskunden anbieten.

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