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SpaceX‑Aktie: Rekord mit 12 Millionen Kunden – warum Musk jetzt gewinnt

SpaceX‑Aktie: Rekord mit 12 Millionen Kunden – warum Musk jetzt gewinnt
Foto: Shutterstock AI/Shutterstock
Space Exploration Technologies Corp. - %
Ingo Nix Heute, 09:00 ‧ Ingo Nix
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Brüssel will den Satellitenriesen von Airbus, Thales und Leonardo im Eiltempo prüfen – als Europas Antwort auf SpaceX. Für Elon Musk ist das keine Gefahr. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen „Project Bromo“ baut Satelliten. SpaceX baut, startet und betreibt sie – und verkauft den Internetzugang gleich mit.

SpaceX-Aktie: Warum Bromo kein Starlink-Rivale ist

Der Unterschied steckt im Geschäftsmodell. Bromo bündelt Satellitenbau und Raumfahrtdienste mit rund 25.000 Beschäftigten und 6,50 Milliarden Euro Umsatz (pro forma 2024). Trägerraketen sind ausdrücklich ausgenommen. Die Europäer bleiben Hersteller, die um Staatsaufträge kämpfen. SpaceX kontrolliert dagegen die ganze Kette: Im zweiten Quartal startete der Konzern 38 Raketen und brachte 485 Tonnen in den Orbit. 28 der Flüge dienten dem eigenen Netz.

Dieses Netz ist die eigentliche Festung. Starlink zählte Ende Juni 12 Millionen Kunden, doppelt so viele wie ein Jahr zuvor, und erlöste 4,29 Milliarden Dollar – in einem einzigen Quartal. Davon blieben 1,66 Milliarden Dollar als operativer Gewinn. Dazu kommen rund 100 Milliarden Dollar an Barmitteln und Wertpapieren. Gegen diesen Vorsprung hilft keine Fusion von Herstellern. Musk gewinnt das Rennen im All, weil er es auf einer Strecke läuft, auf der Bromo gar nicht antritt.

Kratzer hat die Festung trotzdem. Das Raumfahrtgeschäft schrieb im zweiten Quartal 542 Millionen Dollar Verlust, und von 18,37 Milliarden Dollar Investitionen flossen 15,83 Milliarden in die KI. Europa wiederum will sich gerade nicht von einem einzelnen US-Anbieter abhängig machen. Diesen Markt der Regierungsaufträge kann Bromo besetzen – den Massenmarkt im All nicht.


SpaceX (WKN: A42D4F)

Die SpaceX-Aktie schloss gestern bei 148,62 Dollar, das dritte Minus in Folge. Damit hat sie den Aufwärtstrend seit dem August-Tief nach unten verlassen. Halt gibt jetzt die 50-Tage-Linie bei 147,52 Dollar. Widerstand ist die Zone um 171 Dollar: Dort treffen das Oktober-Hoch auf Schlusskursbasis von 171,92 Dollar und der Abwärtstrend seit dem Juni-Hoch zusammen, der Kurs liegt 13,6 Prozent darunter. Allerdings drehte die Aktie gestern nach einem Tagestief von 140,66 Dollar bei leicht überdurchschnittlichem Volumen wieder nach oben und schloss knapp über der 50-Tage-Linie. 

Den nächsten Belastungstest liefert der Sperrfristplan: Am 26. Oktober werden laut Börsenprospekt weitere Aktien aus dem Börsengang frei, der größte Block folgt zwei Handelstage nach den Zahlen zum dritten Quartal. Ob Musks Vorsprung größer ist, als die Bilanz zeigt, werden genau diese Zahlen belegen. 

SpaceX bleibt selbstverständlich im AKTIONÄR-Depot.  

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