Die finnische Orion Pharma fliegt im europäischen Pharma-Universum immer etwas unter dem Radar vieler Marktteilnehmer. Anders als große Player aus der Peergroup wie beispielsweise Sanofi, Astrazeneca oder GSK ist die Aktie allerdings in dieser Handelswoche auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Die starke Performance verwundert nicht.
Die Nordeuropäer sind deutlich breiter aufgestellt als viele andere Pharma-Unternehmen. Der Konzern ist in fünf verschiedene Divisionen aufgeteilt: Tiergesundheit, Markenprodukte, innovative Medikamente, den Wirkstoffhersteller Fermion sowie die Sparte mit Generika und Konsumgüterprodukten.
Aus operativer Sicht floriert vor allem das Geschäft "Innovative Medicines". Denn Orion Pharma profitiert vom starken Wachstum des Prostatakrebsmedikaments Nubeqa. Das Mittel ist an den DAX-Konzern Bayer auslizenziert und die Finnen profitieren in Form von Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen. Darüber hinaus produzieren die Nordeuropäer die Tabletten.
Im zweiten Quartal steigerte das Pharma-Unternehmen den Umsatz um rund ein Viertel, der operative Gewinn schoss um rund 69 Prozent nach oben. Auf die zugrundeliegende Marge sattelte die Gesellschaft satte 8,8 Prozentpunkte drauf.
Nubeqa dürfte sich auch im dritten Quartal bei Bayer prächtig entwickelt und Orion entsprechend davon profitiert haben. Der Markt antizipiert offensichtlich bereits gute Ergebnisse: In dieser Woche erreicht die Aktie des finnischen Pharma-Konzerns erstmals Kurse jenseits der Marke von 85 Euro.
Wie sich die Nordeuropäer im dritten Quartal geschlagen haben, werden die Zahlen am 28. Oktober zeigen. Dann öffnen Orion die Bücher für das vergangene Jahresviertel.
Die Orion-Aktie befindet sich seit August 2024 ununterbrochen auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR und wurde immer wieder als gute Alternative zur Bayer-Aktie empfohlen, um an der starken Entwicklung von Nubeqa zu partizipieren. Das Kursplus beläuft sich inzwischen auf knapp 90 Prozent (exklusive Dividenden). Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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