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17.09.2020 Emil Jusifov

Snowflake: Die Schneeflocke wird zur Börsenlawine

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SNOWFLAKE A

Der Softwarespezialist Snowflake hat ein fulminantes Debüt an der NYSE hingelegt. Anleger rissen sich zum Handelsstart am Mittwoch um die Papiere des Unternehmens, das im boomenden Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Cloudspeicher den Marktführern Amazon und Microsoft einheizen will. Der Einstandskurs lag mit 245 Dollar um mehr als das Doppelte über dem Ausgabepreis von 120 Dollar.

Die Firma, deren Aktien unter dem Tickerkürzel „SNOW“ gehandelt werden, sammelte beim Börsengang zuvor 3,36 Milliarden Dollar ein und wurde dabei insgesamt mit mehr als 70 Milliarden Dollar bewertet. Damit stemmte Snowflake die bislang größte Premiere des Jahres am US-Aktienmarkt.

Die Erwartungen an das Unternehmen sind groß, ausnahmsweise beteiligte sich sogar Staranleger Warren Buffett im großen Stil mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.

Gefragte Technologie

Snowflake bietet einen cloudbasierten Data-Warehousing- und Data-Engineering-Dienst an und somit seinen Kunden die notwendige Infrastruktur zum Speichern und Analysieren ihrer Unternehmensdaten. Zudem stellt Snowflake den Dienst Snowflake Data Exchange zum sicheren Austausch von Daten bereit.

Zur Datenspeicherung nutzt Snowflake die Cloud-Plattformen von Amazon (AWS), Microsoft (Azure) und Google (Google Cloud).

Snowflake wirbt "mit grenzenloser Skalierbarkeit und Parallelität", optimierten Datenpipelines und geringem Verwaltungsaufwand.

Aktuell notiert die Snowflake-Aktie bei 239 Dollar. Snowflake konnte im ersten Halbjahr mit 130 Prozent beim Umsatz wachsen. Geht man im gesamten Geschäftsjahr von einem Wachstum von 130 Prozent aus, dann würde Snowflake auf einen Umsatz von 556 Millionen Dollar kommen. Damit wird das Unternehmen aktuell mit einem 2020er-KUV von 125 bewertet, was mehr als ambitioniert ist. Daher empfiehlt DER AKTIONÄR den Anlegern die Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)