Viel Bewegung bei der Aktie von Ottobock. Erst am Montag hat das Papier ein neues Rekordtief markiert, um Intraday mit dem Gesamtmarkt sich kräftig von den Tiefständen zu lösen. Am Dienstag setzt sich die Rally beim Börsen-Newcomer aus 2025 weiter fort. Der Grund für den neuerlichen Optimismus ist eine frische Kaufempfehlung für den Medizintechnik-Titel.
Die Großbank UBS hat den SDAX-Wert von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel mit 74 Euro bestätigt. Nach Ansicht von Analyst Graham Doyle bestehe nach dem massiven Kursrutsch ein "klares Chancen-Übergewicht" beim Orthopädietechnik-Spezialisten.
Doyle hebt hervor, dass die Bewertung des Unternehmens inzwischen auf Höhe des Sektors liege. Allerdings wachse Ottobock nahezu doppelt so schnell bei Umsätzen und Ergebnissen. Der UBS-Analyst hält daher den jüngsten Kursrutsch in dem Ausmaß für nicht gerechtfertigt.
Noch mehr Potenzial sieht Deutsche Bank Research. Deren Analyst Falko Friedrichs hat den Medizintechnik-Titel am Montag nach den endgültigen Zahlen aus der Vorwoche auf "Buy" mit einem Zielkurs von sogar 81 Euro belassen. Die Lage sei seiner Ansicht nach fundamental intakt. Daran ändere auch ein etwas gedämpfter Start ins laufende Fiskaljahr nichts, so Friedrichs weiter.
Aktuell wird die Aktie von Ottobock mit einem KGV von 18 für 2026 gehandelt bei einem KUV von 2,6. Der Wettbewerber Embla Medical, ebenfalls ein Orthopädietechnik-Spezialist, wird derzeit ebenfalls mit einem KGV von 18 gehandelt. Das KUV ist mit 2,1 für 2026 etwas attraktiver.
Die Bewertung von Ottobock ist in der Tat in den zurückliegenden Wochen attraktiver geworden. Grundsätzlich bieten die Niedersachsen eine spannende Investmentstory im Medizintechnik-Bereich. Anleger setzen sich das Papier auf die Watchlist, wenngleich noch keine Eile zum Einstieg besteht.
Heute, 09:30