Der KI-Gigant Nvidia sorgt auf der CES 2026 für ein Wechselbad der Gefühle. Während die neue Super-Plattform Vera Rubin mit einem frühen Produktionsstart überrascht und Analysten zu Jubelstürmen hinreißt, braut sich im Osten neues Ungemach zusammen. In Peking herrscht plötzlich Funkstille bei den Bestellungen für den Hoffnungsträger H200.
Es war ein Paukenschlag, mit dem kaum ein Experte in dieser Form gerechnet hatte. Nvidia-Chef Jensen Huang verkündete auf der CES in Las Vegas, dass sich die nächste Generation der KI-Supercomputer namens Vera Rubin bereits in voller Produktion befindet. Die Analysten der Citi zeigten sich in einer aktuellen Studie überrascht von dem rasanten Zeitplan. Während der Vorgänger Blackwell noch mit einigen Lieferverzögerungen zu kämpfen hatte, scheint Nvidia aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Die neue Architektur besteht aus neuen Chips und soll die Kosten für die sogenannte Inferenz um den Faktor zehn senken. Mit einer bis zu fünffach höheren Leistung gegenüber Blackwell setzt der Konzern die Messlatte für die Konkurrenz erneut enorm hoch. Die Citi untermauerte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 270 Dollar und sieht ein Umsatzpotenzial von bis zu 500 Milliarden Dollar für das Jahr 2026.
Doch wo viel Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. Während die technologische Dominanz unbestritten bleibt, sorgt die Hängepartie im China-Geschäft für Stirnrunzeln bei den Anlegern. Berichten zufolge hat die chinesische Regierung einige große Tech-Konzerne wie ByteDance und Alibaba angewiesen, ihre Bestellungen für den H200-Chip vorerst zu pausieren. Hintergrund ist eine laufende Prüfung Pekings über mögliche Bedingungen für den Einsatz der US-Hardware im eigenen Land. Dabei hatte US-Präsident Donald Trump den Export der H200-GPUs erst im vergangenen Jahr unter der Bedingung einer 25-prozentigen Abgabe genehmigt. Jensen Huang gab sich gewohnt gelassen und betonte, dass er keine großen öffentlichen Erklärungen der chinesischen Behörden erwarte. Der wahre Beweis für eine Freigabe werde sich schlicht in den künftigen Auftragseingängen widerspiegeln.
Für die Aktie bleibt das Umfeld volatil, aber die langfristigen Wachstumstreiber rund um Vera Rubin und das autonome Fahren mit dem neuen Alpamayo-Modell sind zu stark, um sie zu ignorieren. Auch wenn die bürokratischen Hürden in China kurzfristig für Unruhe sorgen, bleibt die Aktie das absolute Basisinvestment im Sektor. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
07.01.2026, 21:00