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Gewinn über den Erwartungen: Warum Netflix trotzdem nicht überzeugen kann

Gewinn über den Erwartungen: Warum Netflix trotzdem nicht überzeugen kann
Foto: Hamara/Shutterstock
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Fabian Strebin 16.07.2026, 22:02 Fabian Strebin
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Die Berichtssaison in den USA hat nun voll Fahrt aufgenommen. Nachbörslich hat mit Netflix auch ein echtes Schwergewicht und ein Streaming-Dino seine jüngsten Zahlen vorgelegt. Nachbörslich wird es volatil bei der Aktie, was klare Gründe hat.

Kurz und knapp

• Netflix übertraf mit einem Gewinn je Aktie von 0,80 Dollar knapp die Analystenerwartungen.
• Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar und traf damit die Marktprognose.
• Der Ausblick auf das dritte Quartal fiel schwächer aus als erwartet, was die Aktie nachbörslich belastet.

Netflix lieferte einen Gewinn je Aktie von 0,80 Dollar. Analysten hatten im Vorfeld 0,79 Dollar erwartet. Im Vorjahreszeitraum waren es 0,24 Dollar je Aktie Überschuss gewesen. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar zu, verglichen mit 11,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Die Marktprognose wurde damit genau getroffen.

Damit wurde die Prognose für das vergangene Quartal leicht übertroffen. Anders sieht es jedoch mit den Erwartungen für das laufende dritte Quartal aus. Die Analystengemeinde hatte hier je Aktie einen Gewinn von 0,84 Dollar auf dem Zettel. Der Vorstand stellte nun jedoch nur 0,82 Dollar in Aussicht. Der Umsatz soll 12,7 Milliarden Dollar statt 13,0 Milliarden Dollar erreichen, und auch die operative Marge mit 33,2 Prozent etwas geringer als erwartet ausfallen.

Die Werbeerlöse wollte Netflix Anfang des Jahres für 2026 bei drei Milliarden Dollar erzielen. Das wurde nun bestätigt. Netflix fügte hinzu, man befinde sich in den USA im Rahmen der sogenannten Upfront-Verhandlungen in einem „fortgeschrittenen Stadium“ der Gespräche mit Werbekunden. Es werde erwartet, dass die Zusagen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Live-Sportrechte wie die Frauen-WM, zusätzliche NFL-Spiele, MLB-Events und WWE hätten eine solide Nachfrage auf sich gezogen.

Generell hob Netflix Live-Events als einige der stärksten Programminhalte dieses Jahres hervor. Live-Events hätten in den vergangenen fünf Jahren an sechs der zehn stärksten Tage für neue Mitgliederanmeldungen eine Rolle gespielt.

Netflix (WKN: 552484)

Die nachbörslich präsentierten Zahlen lassen die Aktie tanzen. In Summe scheint die Verfehlung der Prognose für das vierte Quartal nicht gut anzukommen. Der Chart lädt derzeit ohnehin nicht zu einem Einstieg ein. Anleger bleiben an der Seitenlinie.

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