++ Dip als Kaufchance ++

Diese Underdog‑Aktien schlagen Buffett und Nvidia

Diese Underdog‑Aktien schlagen Buffett und Nvidia
Foto: Grok (KI-generierte Fotomontage)
DER AKTIONÄR Heute, 10:00 DER AKTIONÄR

Roboter im Haus und Weltall sowie digitale Agenten im Büro. Die KI überrollt die Welt und sorgt mit Intel, Nvidia und Bloom dafür, dass das Depot 2030 schon im Jahr 2026 spektakuläre Gewinne einfährt. 

Warren Buffett legt im Ruhestand die Beine hoch. Verdient! Doch sein alter Megafonds Berkshire Hathaway ruht sich seit Monaten gleich mit aus. Auf der Stelle tritt auch der ETF von Cathie Wood. Rasant unterwegs sind hingegen Anleger, die frühzeitig auf die KI-Revolution und Aktien wie Nvidia gesetzt haben. Das Depot 2030 hat seit Jahresbeginn weitere 30 Prozent zugelegt. Autor Florian Söllner verrät die Tricks der Contrarian-Strategie und neue Aktien für 2030. 

DER AKTIONÄR: Florian, lieber Cola mit Warren Buffett oder einen Kaffee mit Cathie Wood?

Ein Eis mit beiden! Ich bewundere die Geduld und den Contrarian-Value-Ansatz von Buffett. Und seinen Mut: „Große Chancen im Leben müssen ergriffen werden.“ Gern lese ich auch die liebenswert naiven Zukunftsprognosen von ARK, etwa über humanoide Roboter auf dem Mars. Das jeweils Beste dieser beiden gegensätzlichen Ansätze, kombiniert in einer Anlegerbrust, ist der goldene Mittelweg. 

Was würde Buffett zum Depot 2030 sagen?

Er würde zu Recht einwenden: Wir kämpfen mit unterschiedlichen Waffen. Aufgrund seines Erfolges der letzten Jahrzehnte ist Berkshire Hathaway ein Dickschiff, ein Unternehmen, das pro Firma im Schnitt neun Milliarden Dollar investiert. Wir im Depot konnten hingegen vor knapp einem Jahr auf den KI-Profiteur AT&S setzen, bei einem damaligen Wert von rund einer Milliarde Euro, der nun auf sechs Milliarden gestiegen ist. Große Fonds sind stabil wie Panzer, doch reagieren oft langsam und träge, während wir schnell und flexibel Trades starten, ähnlich wie Drohnen, die als Preis-Leistungs-Sieger oft kräftig einschlagen. 

Depot Werte

Wie werden fürs Depot 2030 Aktien ausgewählt: Fokus auf Charttechnik, Fundamentalanalyse oder Börsenpsychologie?

Stellen wir uns einen humanoiden Roboter vor, der unseren Hund Gassi führt oder ein Raumschiff baut. Er braucht alles: Sehen und bildliches Erfassen sowie semantisches Verständnis. Um immer neue, komplexe Situationen zu verstehen, muss er erfahren und zuvor trainiert sein – Ähnliches schon gesehen und verarbeitet haben. Viel Input hilft auch an der Börse. Man muss Interesse haben, nicht nur an Zahlen und Kursen, sondern auch an den Motiven der Menschen, die dahinterstehen. Kurz gesagt, wir haben ein Regelwerk: Verluste begrenzen, der TFA-Formel und Insidervolumen vertrauen. Das kombinieren wir, indem wir Informationen über Technologien analysieren und mit Marktteilnehmern sprechen. 

Droht ein Tech-Crash?

Der Megatrend Künstliche Intelligenz ist intakt – aber läuft heiß. Sehr starke Trends sind resilient – es braucht vieles, um ein solches Momentum zu brechen. Aber: Ein neuer Fed-Chef, anziehende Inflation sowie Mega-IPOs und Big-Tech-Kapitalerhöhungen sind eine gefährliche Kombination. Hellhörig macht mich: Die gleichen Freunde und Bekannten, die mit Eifer den Bitcoin gern im Hype oben kaufen, statt mutig unten in der Panik, freuen sich nun, den 2.000-Milliarden-Dollar-Börsengang von SpaceX, OpenAI oder Anthropic zu zeichnen. Der Haken: Während Depot-2030-Überflieger Nvidia ein Marktführer mit Traummargen ist, kämpfen XAi, Google und Meta hart um die KI-Frontier-Modell-Krone. Nicht jeder gewinnt.

„Alle wollen SpaceX. Ich habe eine andere Idee. “

Florian Söllner, Autor Hot Stock Report

Raumfahrt und KI, sind das nicht deine Lieblingsthemen?

Absolut. Elon Musk ist mit Starlink tatsächlich Beeindruckendes gelungen. Mir sagte jüngst ein Raumfahrt-Milliardär: Keine Firma macht es besser als SpaceX. Doch ein Contrarian wie Buffett würde SpaceX entweder vorbörslich günstig kaufen oder nach der Abkühlung der heißen IPO-Werbephase viel weiter unten. 

Wir setzen im TFA-Depot auf Raumfahrt-Profiteure wie Graham Corp. oder haben Rocket Lab empfohlen. Gerade sagte mir der Sensorspezialist Hensoldt (im Depot 2030): Der Überblick über das Gefechtsfeld funktioniert nur mit „eyes in space“. Satelliten werden bereits von Gegnern vom Boden aus mit Lasern beleuchtet, um Sensorik und Solarpanels zu stören.

Unsere Taktik ist auch beim Thema Weltall: nicht in die Schlange einreihen bei Aktien, die nun alle kaufen, sondern abseits der Masse bei Geheimtipps auf Schnäppchenjagd gehen.

Ähnlich wie beim Thema KI?

Genau. Der Überraschungserfolg mit dem Sprung über die 500-Prozent-Marke liegt weniger an den Depot-2030-Klassikern wie Palantir, Siemens Energy oder Nvidia. Wir haben in den letzten Monaten im tiefsten Stimmungsloch KI-Profiteure wie Aixtron, AT&S oder Siltronic gekauft – ich erinnere mich, dass viele Firmen im Gespräch mit mir selbst den Glauben an ihre Aktie verloren hatten. Das macht mir Spaß: Underdog-Aktien, an denen jeder vorbeiläuft, als Erstes die „Hand zu reichen“ und dann gemeinsam die Welt zu überraschen.

Depot 2030 Chart
Als Florian Söllner an dieser Stelle Ende März Stellung nahm, lag das Depot 2030 bei 395 Prozent – Leser haben seitdem starke Gewinne erzielt und die 500-Prozent-Marke geknackt.

Was bereust du?

Kleine Fehler und ausgestoppte Trades gehören nun einmal zum Konzept dazu, früh bei Turn­arounds zuzugreifen. Was man von Buffett oder Livermore in ihren Sturm-und-Drang-Zeiten lernen kann: Hält man den Jahrhundertgewinner in Händen wie Nvidia seit 2015, dann gewichte und behandle ihn nicht wie andere Aktien und reagiere nicht mit Teilgewinnmitnahmen auf die Vervielfachung – sondern bleibe radikal stark investiert. Dann hätten wir statt 530 Prozent schon jetzt 1.000 Prozent im Depot 2030.

Ist dies das nächste Ziel?

Börse ist nicht planbar. Das ist das Tolle daran, die tägliche Überraschung und das Next Big Thing. Wir bleiben den Regeln der großen Vorbilder wie Buffett und Lynch treu und haben bis mindestens 2030 Freude daran, gegen den Strich zu investieren.

Was ist kaufenswert?

KI-Start-ups sind überhitzt. Doch das KI-Wachstum selbst geht rasant weiter. Wir setzen auf Geheimtipps wie „KI-Schaufelhersteller“, darunter Anbieter von KI-Datencenter-Kühlung und -Kabeln. Und KI-Energieaktien bleiben eine gute Idee. Stillstand und Sparbuch sind der Tod. Wir bleiben in Bewegung, freuen uns auf die Zukunft wie Cathie Wood, doch bleiben vernünftig wie Warren Buffett.

JETZT MEHR ERFAHREN!

Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 25/2026 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.

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