8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
03.02.2020 Nikolas Kessler

Coronavirus: China-Aktien schwach, Bitcoin stark – Zufall?

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Bitcoin

Die Angst vor dem Coronavirus hat Chinas Aktienmärkte zum Handelsstart nach den Feiertagen anlässlich des chinesischen Neujahrsfest heftig unter Druck gesetzt. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen ging fast acht Prozent schwächer aus dem Handel. Nahezu zeitgleich ist der Bitcoin-Kurs in der Nacht bis in den Bereich von 9.600 Dollar und auf ein neues 3-Monats-Hoch geklettert.

Inwieweit sich die Turbulenzen an den chinesischen und weltweiten Aktienmärkten wegen des Coronavirus auf den Bitcoin-Kurs auswirken, ist jedoch selbst unter Branchenexperten umstritten. Angesichts der wachsenden Unsicherheit erwarten einige eine steigende Nachfrage nach Bitcoin als „sicherem Hafen“ – ähnlich, wie es bei geopolitischen Konflikten bereits zu beobachten war. Als Grund wird unter anderem die geringe Korrelation des Bitcoins zu allen anderen Asset-Klassen genannt.

Vorsichtigere Töne schlägt derweil Krypto-Trader Tone Vays an. Zwar räumt auch er ein, dass die Sorge vor einer wirtschaftlichen Abkühlung kurzfristig eher positiv für den Bitcoin sein könnte – allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt: Sollte sich das Virus zu einer weltweiten Epidemie ausweiten, würden sich die Investoren zu allererst von spekulativen Anlagen wie dem Bitcoin trennen.

"Golden Cross" macht Hoffnung

Statt auf die News zum Coronavirus blickt Vays daher lieber auf das Chartbild der Kryptowährung. Um die bullishe Aufwärtsbewegung zu festigen, müsse sich der Bitcoin in den nächsten Tagen oberhalb der Marke von 9.000 Dollar halten, so der Experte. 

Unterstützung dafür könnte neben unverändert starken Fundamentaldaten auch ein seltenes Phänomen im Chart liefern: Noch in dieser Woche könnten sich die 50- und die 100-Tage-Linie kreuzen. Ein solches „Golden Cross“ gab es zuletzt vor rund elf Monaten und gilt in der Regel als bullishes Chartsignal. 

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Chartbild im Fokus

Der Kurssprung auf 9.600 Dollar hat sich in der Nacht auf Montag ohnehin als ausgesprochen kurzlebig erwiesen. Rund eineinhalb Stunden später hatte der Bitcoin seine Gewinne bereits wieder abgegeben. Auf 24-Stunden-Sicht notiert er am Nachmittag rund ein Prozent schwächer bei und 9.340 Dollar.

Auf kurze Sicht ändert sich dadurch nichts an den positiven Aussichten. Das nächste Ziel bleibt die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Dollar. Weitere wichtige Chartmarken beim Bitcoin finden Sie hier.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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