Am ersten Handelstag nach dem verlängerten Wochenende haben die US-Börsen am Dienstag kräftig nachgegeben. Neue Zollandrohungen von Präsident Donald Trump im Streit um Grönland schürten die Sorge vor einem Handelskonflikt mit Europa und lösten eine breite Flucht aus Risikoanlagen aus.
Der Dow Jones verlor 1,76 Prozent auf 48.488 Punkte. Der S&P 500 gab um 2,06 Prozent auf 6.796 Punkte nach, während der Nasdaq Composite 2,39 Prozent auf 22.954 Zähler einbüßte. Für alle drei Indizes war es der schwächste Handelstag seit Oktober. Der Volatilitätsindex VIX sprang zeitweise über die Marke von 20 Punkten.
Belastend wirkten vor allem Trumps Ankündigungen, ab dem ersten Februar Strafzölle von zunächst zehn Prozent auf Importe aus mehreren Nato-Staaten zu verhängen. Bis Juni sollen diese auf 25 Prozent steigen, falls Europa einem Verkauf Grönlands an die USA nicht zustimmt. Zusätzlich drohte Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf französische Weine. In Europa werden die Stimmen für entschiedene Gegenmaßnahmen lauter.
Am Anleihemarkt gerieten US-Staatsanleihen unter Druck, während der Dollar schwächer tendierte. Marktbeobachter warnen zunehmend vor einem Vertrauensverlust internationaler Investoren in US-Vermögenswerte.
Big Tech und 3M unter Druck
Auf Unternehmensebene stand 3M unter Druck. Die Aktie brach um rund sieben Prozent ein, nachdem der Margenausblick und das operative Ergebnis aus 2025 enttäuschten. Auch die großen Technologiewerte litten: Nvidia verlor über vier Prozent, während Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Tesla ebenfalls deutlich nachgaben.
Gold und Silber auf Rekordjagd – Produzenten profitieren
Für einen Lichtblick sorgte unterdessen Intel mit einem Plus von 3,41 Prozent. Positive Analystenkommentare nährten Hoffnungen auf eine operative Stabilisierung. Gesucht waren neben den sicheren Häfen Gold und Silber, die auf neue Allzeithochs kletterten, auch deren Produzenten: Newmont und Agnico Eagle legten an ihren jeweiligen Heimatbörsen um 4,22 respektive 2,45 Prozent zu.
Deutlich nach oben schoss mit 64,0 Prozent Rapt Therapeutics. Der Pharmakonzern GSK hatte ein Übernahmeangebot für das Biotech vorgelegt.
An den Märkten dominiert derzeit die Angst vor einer größeren Eskalation des Handelskonflikts. Während Gold und Silber laufen, steht der Gesamtmarkt unter Druck. Mit der richtigen Aktienauswahl lassen sich dennoch Gewinne erzielen. DER AKTIONÄR hält Sie auf dem Laufenden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia, Tesla.
Heute, 22:51