Die wichtigsten amerikanischen Indizes haben sich am Mittwoch trotz der Fed-Sitzung (die Notenbank hat den Leitzins wie erwartet stabil gehalten) nur etwas vom Fleck bewegt und schlossen leicht im Plus. Der Nasdaq 100 schnitt mit einem Kursgewinn von gut 0,5 Prozent unter den großen Indizes noch am besten ab. Unter den Einzelwerten glänzten hingegen wieder zahlreiche Titel, die vom Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) profitieren.
Kräftig nach oben ging es für den Kühltechnik-Spezialisten Vertiv. Das Unternehmen konnte auf ein äußerst wachstumsstarkes drittes Quartal zurückblicken und schraubte die Jahresziele nach oben. Auch der Hersteller von Steckverbindungen, Amphenol, wusste mit den Q3-Zahlen zu überzeugen. Das Unternehmen wuchs nicht nur aus eigener Kraft – auch die Konsolidierung der milliardenschweren Übernahme von CommScope machte sich im Zahlenwerk bemerkbar.
Im Laufe des Handelstages sorgte zudem Oracle für Schlagzeilen. Die Aktie des Cloud-Spezialisten sprang aus dem Stand um rund zehn Prozent nach oben. Aussagen und Ziele eines Investorentages sorgen für Erleichterung unter den Marktteilnehmern. Zuletzt wuchsen die Sorgen, ob Oracle die massiven Investitionen auch langfristig in ein profitables Wachstum ummünzen kann.
Im Sog von Oracle und Co konnten auch die Aktien von Speicherchipherstellern (Micron und SanDisk, auch bedingt durch starke Zahlen von SK Hynix) sowie der Brennstoffzellen-Spezialist Bloom Energy deutliche Kursgewinne im marktbreiten S&P 500 verbuchen.
Für eine erneute Ernüchterung sorgte Boston Scientific. Der Medizintechnik-Riese konfrontierte den Kapitalmarkt mit der dritten Prognosereduzierung im laufenden Jahr. Die Aktie brach daraufhin auf ein neues Mehrjahrestief ein.
Nach starken Quartalszahlen von KI-Infrastruktur-Gewinnern wie Vertiv und Amphenol, der südkoreanischen SK Hynix sowie den gesteckten Oracle-Zielen steigen die KI-Aktien wieder in der Anlegergunst. DER AKTIONÄR wird die weiteren Zahlen und Entwicklungen mit Argusaugen verfolgen und darüber berichten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Oracle, Vertiv
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